Erstellt am 02. Juli 2014, 06:21

von Richard Vogler

Kreditinstitut: Fristlose Kündigungen. Seit Mitte Jänner wird ein ehemaliger Banker verdächtigt, Kundengelder veruntreut zu haben. Nun wurden ehemalige Kollegen des Bankangestellten fristlos gekündigt.

Seit Mitte Jänner wird ein ehemaliger Mitarbeiter einer Bank im Bezirk Mattersburg verdächtigt, Kundengelder veruntreut zu haben - dies hatte nun auch Folgen für jene Kollegen, die mit ihm zusammenarbeiteten: Sie wurden fristlos gekündigt.

Betroffene ergriffen über AK rechtliche Schritte

Drei der Betroffenen waren bis vor Kurzem in der betroffenen Bankfiliale beschäftigt, eine der Gekündigten arbeitet noch für das Kreditinstitut, jedoch in einem anderen burgenländischen Bezirk. Zum Teil betraf es langjährige Mitarbeiter, sie waren 32, 26, 23 und neun Jahre bei der Bank beschäftigt. Ihnen soll die Verletzung der Sorgfalts- und Aufsichtspflicht vorgeworfen worden sein.

Ganz ist diese Angelegenheit noch nicht abgeschlossen - die vier Betroffenen haben bereits rechtliche Schritte über die Arbeiterkammer in die Wege leiten lassen. Zur Vorgeschichte: Im Jänner wurde angenommen, dass sich die Schadensumme auf 370.000 Euro beläuft. Im Laufe der Zeit wurde bekannt, dass rund 5,3 Millionen Euro verspekuliert worden sein sollen.

„Abschluss der Ermittlungen im Sommer“

Das Verfahren gegen den Ex-Mitarbeiter wurde von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft abgegeben, die ab einer bestimmten Strafhöhe und bei bestimmten Delikten zuständig ist. Der Verdächtige befindet sich noch immer in U-Haft.

„Wir sind dabei, den Schaden pro Kunden zu ermitteln“, informierte OberstaatsanwältinCarmen Prior von der WKSTA vergangene Woche. „Wir rechnen mit einem Abschluss der Ermittlungen im Sommer“, so Prior.

Georgia Schütz von der Pressestelle des Konzerns hält folgendes fest: „Wir befinden uns mit mehreren Mitarbeitern dieser Filiale in einem laufenden Verfahren. Aus diesem Grund können wir kein Statement zum aktuellen Stand abgeben.“