Mattersburg

Erstellt am 03. November 2016, 04:49

von Michael Kremser

Arena: Ärger über Totalsperre. Mit leichter Verzögerung startete Anfang der Woche in Mattersburg die Totalsperre des Arenakreisverkehrs mit Großumleitungen.

Abfahrt. Die Zufahrt zum Westabschnitt der Arena ist auch während der Bauarbeiten möglich.  |  BVZ, Kremser

Mit knapp einer Woche Verspätung starteten die Großbaumaßnahmen am Kreisverkehr bei der Arena Mattersburg und damit die groß angelegte Umfahrung bei der S31/S4 Abfahrt am Knoten Mattersburg – und das für viele überraschend, denn die Umfahrung war noch nicht vollständig bzw. ausreichend beschildert.

Sperre für drei Wochen

„Witterungsbedingt kamen wir mit den der Sperrung vorangegangenen Bauarbeiten beziehungsweise den notwendigen Installationen für die Umleitung nicht so schnell voran wie geplant, aus diesem Grund startete die Totalsperre nun erst am Montag“, begründet man von Seiten der Baudirektion des Landes die Verspätung.

Die Fertigstellung und Aufhebung der Umleitung sei nach wie vor für die zweite Novemberhälfte, also in rund drei Wochen geplant.

Mangelhafte Beschilderung sorgt für Verwirrung

Für Verwirrung sorgte allerdings die mangelhafte Beschilderung der Umleitung. Etwa wurde auf der S31 erst bei der Arena-Abfahrt klar, dass man nur zur Arena zufahren, nicht aber nach Walbersdorf oder Mattersburg weiterfahren kann.

Umleitung. Während der Umbauarbeiten des Kreisverkehres ist die Direktabfahrt nach Mattersburg gesperrt.  |  BVZ, zVg

„Da Anfang der Woche noch teilweise auf Provisorien ausgewichen werden musste und an einzelnen Stellen die Befahrung im Baustellenbereich noch temporär möglich war, konnte man die Umleitung noch nicht dementsprechend kennzeichnen – im Laufe der Woche soll die Beschilderung aber komplett sein“, heißt es aus der Baudirektion.

Kreisverkehr muss Ampelkreuzung weichen

Der Kreisverkehr wird in den kommenden Wochen dem Erdboden gleich gemacht – an seiner Stelle kommt eine Ampelkreuzung. Im Zuge dessen erhält der West-Abschnitt des Einkaufszentrums Arena eine eigene Abfahrt.

Während der Totalsperre wird der Autostraßenzielverkehr nach Mattersburg über die S31 Abfahrt Forchtenstein beziehungsweise Wulkaprodersdorf umgeleitet – die Zufahrt zur Arena ist möglich (siehe Grafik oben). Die Baukosten von rund 1,8 Millionen Euro teilen sich Land, ASFINAG und Arena-Betreiber.

Nachgefragt: Umbau Kreisverkehr

Die BVZ hat sich bei Kunden des Einkaufszentrums Arena umgehört, was sie von den aktuellen Umbauarbeiten des Kreisverkehrs zu einer ampelgeregelten Kreuzung halten.

„Ich fahre regelmäßig, wenn ich aus der Arbeit in Oberpullendorf komme, in die Arena einkaufen, das war schon immer eine Tortur. Jetzt während der Bauzeit befürchte ich, dass es noch schlimmer sein wird – ich werde nach Möglichkeit gleich woanders einkaufen, damit ich mir das erspare“

Helga Steiger aus Pöttsching

„Ich glaube nicht, dass sich durch eine Ampel etwas an der Verkehrssituation und den Staus ändern wird, da ärgert es mich besonders, wenn ich an die Kosten für uns Steuerzahler denke“

Jürgen Stipsits aus Marz

„Ich denke mir, schlimmer kann es durch eine Ampel nicht werden, allerdings verstehe ich nicht, warum man erst jetzt eine installiert“

Doris Giefing aus Mattersburg

„Bis jetzt habe ich durch die Bauarbeiten noch nicht viel Unterschied zu vorher bemerkt, der Verkehr war zu Stoßzeiten genauso zäh wie jetzt, ob sich das durch eine Ampel ändern wird, kann ich nicht sagen, aber man kann nur hoffen“

Ernst Wilfing aus Stöttera