Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Krensdorf: Aus für das „Projekt Nahversorger“. GESTORBEN / In das geplante Generationenhaus hätte ein Greißler kommen sollen. Dieser Plan wurde nun jedoch ad acta gelegt.

Pläne müssen umgeplant werden. Der Krensdorfer ÖVP-Bürgermeister Karl Izmenyi vor den Entwürfen des Generationenhauses, in dem der Nahversorger geplant war.PLATTINI  |  NOEN
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KRENSDORF / BEZIRK / Alle Bemühungen waren umsonst: In Krensdorf wird es doch keinen Nahversorger geben. Die Familie Kolics deckte dort jahrzehntelang die Nahversorgung ab. Im September 2009 schloss Franz Kolics junior endgültig die Läden. Mit dem Aus des in der Ortschaft beliebten Greißlers und Bäckers kam immer wieder der Gedanke an die Installierung eines Nahversorgers auf. Als Bürgermeister Karl Izmenyi im Dezember 2009 die ersten Pläne des Generationenhauses präsentierte, wurde in Kooperation mit der Neuen Eisenstädter-Siedlungsgenossenschaft (NE) auch eine Räumlichkeit für einen Nahversorger geplant. Nach zähen Verhandlungen und zahllosen Gesprächen haben sich diese Pläne nach zwei Jahren nun endgültig zerschlagen. „Wir von der Gemeinde hätten sämtliche Kosten für die Räumlichkeiten übernehmen sollen“, meint Izemnyi. „Das kann sich die Gemeinde aber finanziell nicht leisten.“ Mit vier Interessenten wurde verhandelt. Diese waren nicht bereit, die Betriebskosten zu übernehmen.

Unter anderem war auch ein großer Lebensmittelkonzern im Gespräch – alle Kandidaten winkten aber ab. Scheinbar ist in einer kleinen Gemeinde nichts zu holen. Zurzeit plant die NE die Räume um: Aus dem für einen Nahversorger vorgesehen Raum sollen nun weitere Wohneinheiten werden.

Hirm: Wechselt Nahversorger  in ehemaliges Gasthaus?

In Hirm gibt es einen kleinen Greißler, aller Voraussicht nach wird das „Kaufhaus Doris“ jedoch mit Ende des Jahres zusperren. In der Gemeinde gibt es Pläne, in dem ehemalige Gasthaus Wiesinger, das von der OSG umgebaut wird, einen Nahversorger unter zu bringen.

In der Bezirkshauptstadt gibt es mehrere Supermärkte, dort gehört der klassische Greißler jedoch der Vergangenheit an. Die Familie Knopf – das Geschäft befand sich in der Mattersburger Hauptstraße - machte vor mehr als einem Jahr die Läden dicht. Um die Bürger zu versorgen, boten diverse Fleischereien oder Bäckerein „Zusatzdienste“ mit Lebensmitteln an. Dennoch - den kleinen Nahversorger gibt es noch in einigen Ortschaften des Bezirks. In Antau etwa die Greißlerei Hergovich, in Zemendorf der Adeg Wrenkh-Laden oder in Baumgarten das kleine Geschäft „Brigittes Laden“.