Erstellt am 15. Juni 2016, 06:15

von Bettina Eder

Kroiss verlässt die Pfarre Mattersburg. Wie von BVZ.at bereits am Montag berichtet, konzentriert sich Pfarrer Kroiss auf Caritas-Agenden. Nachfolger in der Pfarre soll ab September Werner Riegler werden.

Geht. Günther Kroiss (li.) verlässt die Pfarre Mattersburg, Werner Riegler (re.) soll ab September die Pfarrleitung übernehmen.  |  NOEN, BVZ

„Ja, es gibt Pläne, dass Günter Kroiss als Pfarrer Mattersburg verlässt“, so Generalvikar Martin Korpitsch auf Anfrage der BVZ. Unterschrieben sei zwar noch nichts, aber offiziell soll es bereits Ende Juni bekannt gegeben werden.



Kroiss werde von den Agenden in seiner Pfarre freigespielt, um sich mehr der Arbeit in der Caritas bzw. seinen Projekten zu widmen. Und das schon sehr bald, denn der Wechsel ist mit September geplant. Nachfolger soll Werner Riegler, derzeit Pfarrer in Schützen und Donnerskirchen, werden.

„Dass ich von der Pfarrtätigkeit entbunden werde, war und ist mein Wunsch, und es ist kein Neuer“, stellt Pfarrer Günter Kroiss klar. Schon im vergangenen Jahr habe es Gespräche gegeben, jetzt habe man eine Lösung gefunden.

Kroiss erläutert die Hintergründe: „Ich habe es das ganze Jahr nicht zu einer einzigen Wochenendveranstaltung der Caritas geschafft. Bei 40 bis 50 Taufen im Jahr und vielen Begräbnissen, die man natürlich nicht planen kann, geht das einfach nicht“, erklärt Kroiss weiter.

Er sei auch der Einzige in Österreich, der neben der Caritas auch eine eigene Pfarre zu betreuen habe. „Mich zieht es einfach zu den Bedürftigen und armen Menschen hin. Und ich wäre froh, wenn ich das leben kann“, so Kroiss.

„Wird in Pfarrverband mithelfen“, so Korpitsch

„Er wird die Projektarbeit in der Caritas weitermachen, seine bisherigen Projekte weiterbetreuen und Neue angehen. Zudem wird Kroiss in einem Pfarrverband mithelfen, aber es wird keine Pfarrleitung sein“, erklärt Generalvikar Korpitsch abschließend.

„Mattersburg stellt für mich eine interessante Herausforderung dar. Ich kenne die Stadt recht gut, weil ich hier maturiert und mein Praxisjahr absolviert habe. Da war das Angebot das Beste, das mir passieren konnte“, sagt „der Neue“, Werner Riegler.

Er hat seine Pfarrgemeinde über den bevorstehenden Wechsel bereits in Kenntnis gesetzt. „Die Gemeinde hat es gefasst aufgenommen, weil klar war, dass demnächst ein Wechsel kommt. Ich habe sie die letzten Jahre schon darauf vorbereitet“, stellt Riegler abschließend fest.