Mattersburg

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:47

von Bettina Eder

Denkmalschutz prüft nun KUZ. Nach Jahren der Diskussion ermittelt Bundesbehörde nun Denkmalwerte. Sprecher: „Verfahren läuft bereits.“

Vor zwei Monaten wurden die neuen Plänen präsentiert, aber erst jetzt schaltet sich das Bundesdenkmalamt ein um das alte Gebäude zu prüfen. Foto: BVZ  |  BVZ

„Ja, es ist ein Verfahren eingeleitet worden, um zu prüfen, ob das Gebäude architektonische Qualitäten hat, die es zu bewahren gilt“, bestätigt Paul Mahringer vom Bundesdenkmalamt in Wien.

Verfahren im Gange, Eigentümer informiert

Warum erst jetzt – nachdem seit Jahren über den Erhalt oder einen Neubau des Kulturzentrums diskutiert wurde und erst vor zwei Monaten ein langwieriger Prozess der Ausschreibung für den Generalplaner beendet wurde – das kann Mahringer nicht genau beantworten: „Wir haben in den letzten Jahren den Schwerpunkt der Moderne und Nachkriegsmoderne und im Zuge dieses Schwerpunktes, herrschte die Meinung vor, dass man sich das ansieht. Und dass man das Gebäude, das ein wichtiger Bau des Brutalismus ist, prüfen sollte.“

Dennoch gibt er zu, dass es auch „die derzeitigen Umstände und der Architektenwettbewerb dazu geführt haben, es jetzt zu prüfen.“ Die Besichtigung durch die Amtssachverständigen hätte schon stattgefunden, das Verfahren sei also im Gange und der Eigentümer sei informiert.

Wie bei jedem Verfahren können die beteiligten Parteien zum fertigen Gutachten eine Stellungnahme abgeben, ehe der Bescheid ausgestellt wird. Im konkreten Fall könnten das ganze Gebäude, Teile davon aber auch gar nichts unter Denkmalschutz gestellt werden.

Während sich in der Plattform „Rettet das Kulturzentrum“, die für den Erhalt von größeren Teilen des Gebäudes eintritt, natürlich Hoffnung breitmacht (siehe auch Seite 15 der dieswöchigen Mattersburger BVZ), sieht man das Verfahren – trotz des späten Zeitpunktes – seitens der Kulturzentren entspannt. Man wolle abwarten, was das Gutachten ergibt, so Wolfgang Kuzmits, Leiter der Kultur Burgenland: „Das kann eben Vieles oder Nichts heißen.“

Kuzmits: „Prüfen Funktionalitäten ab“

Der Planungsprozess geht derweil über den Sommer weiter. Derzeit würden die Gespräche mit den wesentlichen Nutzern geführt: „Gemeinsam mit den Nutzern werden die Pläne und die Dinge, die man im Strategiepapier grundsätzlich festgehalten hat, nach den geforderten Funktionalitäten von den Nutzern wie Volkshochschule oder Literaturhaus geprüft.“

Mit diesen Ergebnissen geht es dann voraussichtlich im Herbst an die Detailplanung – etwa zur gleichen Zeit wird auch das Gutachten des Bundesdenkmalamtes erwartet.