Erstellt am 18. Juni 2014, 12:58

von Richard Vogler

KUZ: Die Debatte hält weiter an. Mattersburger ÖVP spart weiter nicht mit Kritik, die SPÖ kontert. Die Personen der unabhängigen Plattform sind nun bekannt.

Die überparteiliche Plattform stemmt sich gegen den geplanten Abriss: Gertraud Tometich, Johann Gallis, Helmut Neugebauer, Sabrina Hergovich, Sonja Sieber, Michael Salamon, Fini Zirkovich, Elisabeth Mendoza, Barbara Mayer, Gitta Muschitz, Heinz Bruckschwaiger, Edi Sieber (v.l.). Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Die Diskussionen rund um das Mattersburger Kulturzentrum reißen nicht ab. Vergangene Woche verfasste ÖVP-Vize Michael Ulrich einen offenen Brief, in dem gefordert wird, dass ein KUZ Raum für Vereine aller Art bieten soll.

Fix angesiedelter Gastronom soll Bestandteil sein

„Sport, Kultur und Veranstaltungen müssen möglich sein – ausreichend Platz für Mattersburger Verhältnisse, aber auch abtrennbar für kleinere Veranstaltungen“, so Ulrich und auch ein fix angesiedelter Gastronom soll ein Bestandteil sein.

In Richtung SPÖ hagelt es von Ulrich Kritik. Demnach haben SPÖ-Vertreter von Land und Stadt weder Gespräche mit den derzeitigen Mietern, noch mit den Vereinen oder der Opposition geführt und Ulrich fordert, dass mit den Betroffenen gesprochen werden soll.

„Rund 20 Vorschläge sind eingegangen“

Zumindest in einem Punkt liegt Ulrich falsch: Zwischen SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon und Sabrina Hergovich (Literaturhaus) sowie Belinda Pinter (Volkshochschule) hat es bereits Gespräche gegeben.

Claudia Prieler aus dem Büro von SPÖ-Landesrat Helmut Bieler hält fest, dass „mit den Betroffenen sehr wohl vorher gesprochen wurde. Vor der Pressekonferenz gab es Gespräche von Wolfgang Kuzmits (Anm.: Geschäftsführer der Burgenländischen Kulturzentren) mit den Mietern. Solche Behauptungen von Seiten der ÖVP sind einfach nicht richtig.“

Die SPÖ lud vor einigen Wochen Interessierte ein, sich mit Vorschlägen für das „neue KUZ“ einzubringen. „Rund 20 Vorschläge sind eingegangen. Ende Juni, Anfang Juli wird es dazu einen Workshop geben, wobei alle Personen, die sich eingebracht haben, eingeladen sind, mitzumachen“, so Prieler.

Gruppe will Podiumsdiskussion ins Leben rufen

Seit vergangener Woche sind auch jene Personen, die die Unterschriftenaktion (siehe Infobox unten) ins Leben gerufen haben, bekannt. Neben der Grünen Bezirkschefin Sonja Sieber ist mit Edi Sieber auch ein Mattersburger Altbürgermeister dabei.

Die nächste Aktion der Gruppe? Die Gruppe will eine Podiumsdiskussion ins Leben rufen. „Dort soll sachlich über den geplanten Abriss diskutiert werden“, heißt es in einer Presseaussendung.

Ob das Kulturzentrum unter Denkmalschutz gestellt wird, ist noch immer offen. Laut Landeskonservator Peter Adam ist in der Sache noch keine Eintscheidung gefallen.


„Causa“ KUZ

Kulturlandesrat Helmut Bieler, Bürgermeisterin Ingrid Salamon und Wolfgang Kuzmits (Geschäftsführer Kulturzentren) gaben im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass das KUZ abgerissen, und neu gebaut werden soll.

Diese Meldung sorgte für Proteste – von der ÖVP hagelte es heftige Kritik und die überparteiliche Plattform „Ich spreche mich gegen den Abriss des Kulturzentrums aus“ wurde gegründet. Die Initiative sammelte bereits mehr als 800 Unterschriften. Auch das Denkmalschutzamt schaltete sich ein – Landeskonservator Peter Adam prüft aktuell, ob das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden soll.