Erstellt am 09. November 2016, 08:00

von Bettina Eder

Denkmalschutz: Bescheid fertig. „Vorschau“ des Bescheides des Bundesdenkmalamtes bei Verfahrensparteien eingegangen: Keine Einsprüche.

Zukunft noch offen. Noch heuer will man eine Entscheidung fällen, wie das neue KUZ aussehen soll.  |  NOEN, BVZ

Es wird spannend beim Kulturzentrum Mattersburg, denn dieser Tage geht die Frist zu Ende, die die Parteien (Landesregierung, BELIG und Stadtgemeinde) nutzen konnten um eine Stellungnahme zu einer sogenannten „Vorankündigung“ des Bundesdenkmalamtes anzubringen.

Soll heißen: Das Bundesdenkmalamt (BDA) schickt eine Vorschau auf den defakto inhaltlich fertigen Bescheid im laufenden Unterschutzstellungsverfahren. Über den Inhalt schweigt Abteilungsleiter Peter Adam. Klar dürfte damit aber sein, dass das Bundesdenkmalamt zumindest schützenwerte Teile des Gebäudes ausgemacht hat.

„Wir haben es zur Kenntnis genommen.“

Ob das mit den Vorstellungen der Plattform oder doch jenen der Gewinner des Architektenwettbewerbes zusammenpasst, verrät Adam nicht: „Es war für uns nicht einfach, vor allem weil das Gebäude ja noch nicht so alt war. In anderen Ländern kann man Objekte erst ab einem Alter von 50 Jahren unter Denkmalschutz stellen. In Österreich geht, das ab dem ersten Tag.“ Die Gemeinde hat keine Stellungnahme abgegeben – „Wir haben es zur Kenntnis genommen.“ so Stadtchefin Ingrid Salamon.

Auch im Land hält man sich bedeckt. Aus dem Büro von Landesrat Helmut Bieler heißt es dazu, dass man im gesamten Prozess bestens mit dem BDA zusammengearbeitet habe, „der Bescheid des BDS ist korrekt und absolut im Sinn des von der Jury ausgewählten Projektes.“ Rechtlich ist der Bescheides des Bundesdenkmalamtes übrigens bindend.