Erstellt am 22. Oktober 2014, 12:15

von Richard Vogler

KUZ: Neueröffnung zum Jubiläum. 2016 soll das neu gestaltete Mattersburger Kulturzentrum eröffnet werden. Die Grundzüge des Baues sollen erhalten bleiben, ein Architektenwettbewerb wird ausgeschrieben.

Im Gespräch. Kulturzentren Burgenland-Chef Wolfgang Kuzmits mit Moderatorin Silvia Saringer.  |  NOEN, Richard Vogler
Bei der Präsentation der Ergebnisse des Workshops zur Neuausrichtung des Kulturzentrums gab es ein klares Bekenntnis: Die Grundzüge des Baues sollen erhalten bleiben und der Zeitplan wurde auch verlautbart: Zum 40-jährigen Jubiläum, also 2016, soll das „neue KUZ“ eröffnet werden.

Architektenwettbewerb ausgeschrieben

Zur Vorgeschichte: Zunächst wurde bei einer Pressekonferenz verlautbart, dass das KUZ Mattersburg abgerissen und neu gebaut werden soll. Nach heftigen Protesten wendete sich das Blatt und eine weitere Option, ein Umbau, kam zur Sprache.

x  |  NOEN, Richard Vogler
Neben einem öffentlichen Workshop, gab es vier Expertenworkshops zu den Themenkreisen Kultur und Historie, Architektur und Bautechnik, Sicherheitstechnik sowie Bühnen- und Veranstaltungstechnik.

Wie das „neue KUZ“ aussehen wird, ist noch offen, folgende Vorgangsweise wurde gewählt: Ein Architektenwettbewerb mit bestimmten Vorgaben (siehe unten) wird ausgeschrieben und dann wird die Entscheidung gefällt.

Bevor es in die Umsetzungsphase geht, müssen zu dieser Vorgangsweise noch Beschlüsse von den Burgenländischen Kulturzentren, der Belig und der Burgenländischen Landesregierung auf den Tisch – was eigentlich nur formalen Charakter besitzt.

ÖVP übte Kritik bezüglich der Kosten

Welcher Vorschlag schlussendlich ausgewählt wird, soll eine Jury entscheiden. Diese wird sich aus Vertretern der Stadt, der Bezirksparteien, der Belig, dem Land Burgenland, der Plattform „Rettet das KUZ“ und der Burgenländischen Kulturzentren zusammensetzen.

Kritik gab es von der ÖVP betreffend der Kosten. „Um die Kostenfrage hat sich SPÖ-Landesrat Bieler erneut gedrückt“, so ÖVP-Bezirkschef Christian Sagartz und ÖVP-Vize Michael Ulrich. Bereits bei der Veranstaltung verwies Landesrat Helmut Bieler darauf, dass „die Kostenfrage nichts mit der Entscheidung zu tun hat.“



Infos:

Auszug der Punkte, die als Grundlage für den Architektenwettbewerb dienen:

  • Kultur- & Veranstaltungszentrum: Saal mit einem Fassungsvermögen von 600 Personen. Top-Ausstattung für Theater, Kabarett, Kleinkunst, Kinder-/Schultheater und Literatur. Ein „Experimentierraum“ soll umgesetzt werden. Die gastronomische Versorgung wird garantiert. Die Planung muss beide Varianten (Gastronomie bzw. Catering) ermöglichen, wobei einer Gastronomie nach Möglichkeit der Vorrang zu geben ist.

  • Architektur | Bautechnik: Der Standort bleibt erhalten. Bessere Park- und Zugangsmöglichkeiten. Funktional sind durch neue Anforderungen in den betrieblichen Abläufen Raumzusammenhänge und Funktionen gesamtheitlich, wie auch in den einzelnen Bereichen neu zu konzipieren.

  • Technische Ausstattung / Sicherheit: Schwerpunkt auf Nutzungssicherheit, Barrierefreiheit, Hygiene, Gesundheit sowie baulichen und betrieblichen Brandschutz.

  • Technik / Bühne: Bestmögliche Akustik, uneingeschränkte Bühneneinsicht, Mehrfachnutzung und der Saal soll flexibel aufteilbar sein.


Zitiert:

„Mit der Neugestaltung werde das KUZ zusätzlich gestärkt: „Das KUZ wird als kulturelles Aushängeschild des Bezirks langfristig abgesichert und als Veranstaltungszentrum sogar aufgewertet“,
SPÖ-Bezirkschef Christian Illedits

„Die weitere Einbindung der Bevölkerung und der Plattform sind für mich absolute Grundbedingung für alle weiteren Schritte“,
ÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Sagartz

„Wir wollten dieses kulturhistorisch wichtige Haus erhalten und auch den Standort bewahren. Das ist uns gelungen“,
Sonja Sieber, Grün-Bezirkschefin und Mitglied der Plattform „Rettet das KUZ“

„Die Ideen, Anregungen und Visionen der WorkshopteilnehmerInnen und DiskutantInnen haben mich sehr beeindruckt. Ziel ist ein zeitgemäßes Kultur- und Veranstaltungszentrum für Mattersburg“,
Kulturlandesrat Helmut Bieler

Das KUZ Mattersburg hat im Stadtleben einen hohen Stellenwert. Mir ist es wichtig, dass Volkshochschule und das Literaturhaus weiterhin im Kulturzentrum eine Heimat haben werden“,
SP-Bürgermeisterin Ingrid Salamon

„Ohne den öffentlichen Druck der Bürger-Plattform und politischem Widerstand aller Parteien wäre die SPÖ nicht zurückgerudert“,
ÖVP-Vize Michael Ulrich