Mattersburg

Erstellt am 07. November 2016, 05:59

von Bettina Eder

KUZ Mattersburg: Wirbel um Gutachten. Ein angeblich existierender Fachbericht zum Kulturzentrum (KUZ) Mattersburg erhitzt die Gemüter der Plattform sowie der Opposition.

Verfall. Das einst gut frequentierte Kulturzentrum verfällt im Laufe des Verfahrens immer mehr.  |  BVZ, Kremser

Ein mysteriöses Gutachten erhitzt derzeit die Gemüter der Plattform „Rettet das Kulturzentrum Mattersburg“, der Grünen sowie der ÖVP Matterburg. Gleich vorweg: Welches Gutachten genau, also wer es erstellt und was es für einen Inhalt hat, ist keinem der Kritiker bekannt.

„Bezeichnend, dass alle Fragen unbeantwortet bleiben“

„Wir wurden durch ein Schreiben der Docomomo (siehe unten) vor einigen Wochen darauf aufmerksam gemacht und bemühen uns bisher um Informationen bzw. die Veröffentlichung des angesprochenen Fachgutachtens“, so Plattformsprecher Johann Gallis. Eine Antwort hat er bis dato keine Erhalten, was die Gerüchteküche anfacht.

„Man kann wohl davon ausgehen, dass es sehr kritisch ausgefallen ist, sonst bräuchte man ja kein Geheimnis daraus machen,“ vermutet der Grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller. Da das Gutachten von der Belig beauftragt wurde, sei der Opposition auch die Akteneinsicht verwehrt, erklärt Spitzmüller.

Kritik an der Vorgehensweise gibt es erneut von der ÖVP. „Es ist bezeichnend, dass alle Fragen rund um die KUZ-Sanierung von der SPÖ unbeantwortet bleiben: Bleibt die Substanz des Gebäudes erhalten, wie 2.000 von der Bürgerplattform gesammelten Unterschriften fordern?“, so Stadtparteiobmann Michael Ulrich.

Die als Gutachten-Auftraggeber angesprochene BELIG verweist auf Nachfrage der BVZ an das Büro des zuständigen Landesrat Helmut Bieler bzw. an „Kulturzentren Burgenland“. Geschäftsführer Wolfgang Kuzmits. Dieser stellt dazu fest: „Seitens der Kulturzentren Burgenland haben wir kein Gutachten in Auftrag gegeben.“

Fakten:

Docomomo ist eine intern. Vereinigung. Ziel ist die Förderung von Dokumentation und wissenschaftlicher Erforschung sowie die Information der Öffentlichkeit über die kulturelle Bedeutung der Architektur der Moderne.