Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Lärmschutz für Kindergarten. ZUBAU / Nachbar will im Zuge des Kindergartenzubaus auch eine Schutzvorrichtung gegen den Lärm haben. Das gesamte Bauprojekt wird 950.000 Euro kosten.

Platznot. Bürgermeisterin Riki Reismüller zeigt den Platz neben dem Kindergarten, auf dem der Zubau samt Lärmschutzwand entstehen sollen.  |  NOEN
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VON HELGA OSTERMAYER

FORCHTENSTEIN / Der Kindergarten platzt aus allen Nähten, jetzt wird ein Zubau errichtet. Der Nachbar, der ehemalige Gemeindearzt Dr. Lehner sen., hat wegen Kinderlärms gegen die Bauverhandlung Einspruch erhoben. Von der Bezirkshauptmannschaft wurde daraufhin eine Lärmpegelmessung durchgeführt.

„Dr. Lehner wird eine Lärmschutzwand bekommen, denn nach der durchgeführten Messung von Fachleuten, die nach der Anzahl der Kinder berechnet wird, liegen wir um drei Dezibel zu hoch“, verspricht Bürgermeisterin Friederike Reismüller den Bau einer Stahl/Holzkonstruktion, welche die empfindlichen Ohren des Nachbarn, der laut Bürgermeisterin, im Übrigen gar nicht regelmäßig in diesem Haus wohnt, schützen soll. Über die Größe der Lärmschutzwand herrscht allerdings noch Uneinigkeit. Der Sohn des Nachbarn, Mag, Karl Lehner, meinte nur knapp: „Es gibt ein Gutachten, das diesbezüglich erstellt wurde.“ Weiters wollte er sich dazu nicht äußern.

In den Kindergarten Forchtenstein gehen derzeit 125 Kinder, die in fünf Gruppen aufgeteilt sind. Die fünfte Gruppe ist provisorisch im Bewegungsraum untergebracht. „Ab der fünften Gruppe braucht man einen zusätzlichen Bewegungsraum und natürlich auch zusätzliche Nebenräume“, begründet Ortschefin Riki Reismüller das 950.000 Euro teure Bauvorhaben, bei dem auch gleich ein Raum für eine neu zu schaffende Kinderkrippe eingeplant ist. Mit dem Bau wird in Kürze gestartet werden, er soll im Herbst 2012 bezugsfertig sein.

ÖVP-Gemeindevorstand Josef Neusteurer: „Es ist gut, dass es viele Kinder in Forchtenstein gibt, denen muss man einen Kindergartenplatz anbieten. Aber natürlich verschlingt dieser Bau sehr viel Geld.“