Erstellt am 07. Februar 2014, 08:51

Lehrer gegen Schule. Rohrbach/Eisenstadt | FPÖ-Bezirksobmann Herbert Schütz fechtet seine Entlassung als HTL-Lehrer an und argumentiert gegen Anschuldigungen.

Herbert Schütz, ehemaliger HTL-Lehrer: »Man hat nach Gründen gesucht, um mich loszuwerden. Die Anschuldigungen gegen mich konnten vor Gericht widerlegt werden.«  |  NOEN
FPÖ-Bezirksobmann Herbert Schütz kämpft derzeit gegen seine Entlassung als Physik-Lehrer an der HTL Eisenstadt. Ihm wird vorgeworfen, er habe weisungswidrig an einem Seminar teilgenommen und einen Krankenstand vorgetäuscht.

Unglückliche Abfolge von Ereignissen

„Um an dem Seminar in meiner Freizeit teilnehmen zu können, habe ich einen Stundentausch bewilligt bekommen. Dieser Stundentausch wurde jedoch wieder rückgängig gemacht. Als ich davon erfahren habe, wollte ich am Dienstag das Seminar abbrechen und zurückfahren. Jedoch bin ich am Dienstag am frühen Morgen gestürzt und habe mir dabei den Meniskus derartig beschädigt, dass ich nicht mehr gehen konnte“, schildert Herbert Schütz die damalige Situation und er fügt hinzu: „Daraufhin habe ich meinen Arzt angerufen, um ihm meine Verletzung zu beschreiben und zu erfragen, was er mir diesbezüglich rät. Auch die Schule habe ich vor Unterrichtsbeginn verständigt.“

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Dem damaligen HTL-Lehrer soll vorgeworfen worden sein, er habe den Krankenstand nur vorgetäuscht und weisungswidrig am Seminar teilgenommen. „Vor Gericht wurde bestätigt, dass es keine Weisung bezüglich des Seminars gegeben hat. Sowohl mein Arzt als auch eine Zeugin, die vor Ort war, haben bestätigt, dass ich verletzt war“, so Schütz.

Schütz vermutet konstruierte Vorwürfen

Für den gekündigten Lehrer steht fest, dass man an der HTL verschiedene Vorwürfe gegen ihn konstruiert habe, um ihn loszuwerden. „Mir wurde vorgeworfen, ich hätte mir während des Unterrichts meine Zehennägel geschnitten“, so Schütz.

Dies sei jedoch nur aus einem Scherz eines Schülers entstanden, der laut Schütz diesen auch vor weiteren Lehrern zugegeben haben soll. Ein Mitarbeiter der Schule habe versucht, 20 Eltern dazu zu bewegen, schriftliche Beschwerden einzureichen.

„Nur eine Mutter ist dem nachgekommen“, merkt Herbert Schütz an, der auf die seiner Meinung nach schlechte Qualität der Anschuldigungen verweist.