Erstellt am 03. September 2014, 23:59

von Michael Kremser

Letzter Tag im alten KUZ. Seit Montag ist das Gebäude geschlossen. Ob Neubau oder Sanierung bleibt weiter offen. Plattform lud vergangenen Freitag noch einmal zur Besichtigung.

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MATTERSBURG / „Wir sind nicht traurig, es ist auch eine gewisse Aufbruchsstimmung zu spüren. So viele Menschen sind gekommen und jetzt sehen wir, dass es hier nicht nur viel Kultur gibt, sondern dass man im KUZ auch gut feiern kann“, so Literaturhaus-Leiterin Barbara Mayer vergangenen Freitag, anlässlich der Schließung des Gebäudes.

Seit Montag steht das Gebäude nun für unbestimmte Zeit leer, denn ob neu gebaut, zugebaut oder saniert wird, ist noch unklar. Landesrat Helmut Bieler versichert, dass man gemeinsam eine Lösung erarbeiten werde. Es werde sicher Teile geben, die man in dieser Form nicht erhalten könne und es werde Teile geben, die man weiter nutzen könne. Doch in welcher Form das passieren werde, sollen die Workshops und die gemeinsame Diskussion ergeben.

„Die Experten beraten sich noch untereinander vor allem in Hinblick auf die technischen Gegebenheiten wie Bühne, Akustik, Licht. Einen neuen Termin für einen Workshop gemeinsam mit den Bürgern gibt es noch nicht“, heißt es aus dem zuständigen Büro.

Unterdessen überreichte die überparteiliche Bürgerinitiative „Rettet das KUZ“, die sich nach Bekanntwerden der Abrisspläne aus Protest formierte, dem Kulturlandesrat über 2.000 Unterschriften gegen den Abriss des Kulturzentrums. Grünen Bezirkschefin und Unterstützerin Sonja Sieber meint: „Vielleicht gibt es ja noch Chancen, auf jeden Fall sollte es noch Gespräche geben.“

Die Initiative lud vergangenen Freitag am Nachmittag zur Veranstaltung „Gemma ins KUZ“, bei der man noch einmal durch das 38-jährige Gebäude flanieren konnte. Neben der musikalischen Umrahmung wurden Führungen mit dem Architekten angeboten sowie Vorträge von Experten und Zeitzeugen gehalten.

In der Artbox gab es eine eigene Ausstellung zur Entstehungsgeschichte der Kulturzentren im Burgenland. Im Laufe des Nachmittags nutzten rund hundert Besucher diese Gelegenheit. Es wurde fleißig diskutiert und Erinnerungen wurden ausgetauscht.

Sabrina Hergovich und Barbara Mayer vom Literaturhaus bekamen noch einen letzten Besuch von Grünen-Gemeinderätin Sonja Sieber.