Loipersbach

Erstellt am 16. September 2016, 07:28

von Helga Ostermayer

Billy‘s Wappenpulli für das Burgenland. Die Loipersbacherin Sibylle „Billy“ Tschürtz entwarf einen Burgenland-Pullover. Auch passende Schuhe gibt’s dazu.

Sehr gelungen. Billy Tschürtz arbeitet schon an weiteren Designs, die mit kleinerem Wappen etwas dezenter ausfallen.   |  BVZ, Helga Ostermayer

Die Loipersbacher Mode-Designerin mit Atelier in Eisenstadt, Sibylle „Billy“ Tschürtz, bat am Freitag zur Präsentation des von ihr entworfenen Burgenland-Pullis. Wie kam es dazu, wollte die BVZ wissen. „Die Idee hatte ich schon vor einigen Jahren, es gibt viele die keine Tracht tragen wollen, aber ihren Betrieb auf Messen vertreten, die Patrioten sind, oder ganz einfach gerne zeigen, woher sie kommen“, erzählt Tschürtz.

Hochwertiger Pulli wird im Burgenland gefertigt

„Für mich war es sehr wichtig, dass der Pulli, wenn ich ihn schon ‚Burgenlandpulli‘ nenne, identisch und hochwertig in der Qualität der Wolle und in der Verarbeitung ist. Das heißt, er ist aus reiner Wolle und da wir im Burgenland auch Strickereien haben, wird er in einer Strickerei in St. Martin produziert“, so die Designerin. Diese hohe Qualität hat natürlich auch ihren Preis, denn für einen Pulli sind fast 300 Euro zu berappen.

Die Pulli-Idee begeisterte auch Landeshauptmann Hans Niessl, der bei der Präsentation dabei war. „Das Land hat aber mit Design oder Produktion nichts zu tun, ich habe den Landeshauptmann informiert, wann ich damit an die Öffentlichkeit gehen möchte und er hat spontan gemeint, er wäre bei der Präsentation gerne dabei“, freut sich Tschürtz über den hohen Besuch.

Die nunmehr 43-jährige Loipersbacherin besuchte die Modeschule in Wr. Neustadt. Ihren Meisterbrief absolvierte sie am WIFI Eisenstadt, danach schloss sie den Direktricen-Lehrgang an der HTL Herbststraße in Wien ab. „Dazwischen habe ich immer wieder einige Praktika gemacht, bevor ich mich im Jahr 1997 – mit damals 24 Jahren – mit einer kleinen Schneiderwerkstatt in Loipersbach selbstständig gemacht habe“, schildert sie ihren beruflichen Werdegang, bevor sie ihr Atelier in die eigenen vier Wände und danach nach Eisenstadt verlegte.

In ihrer knappen Freizeit macht sich mit dem Fotoapparat auf die Jagd nach tollen Motiven. Außerdem ist Tschürtz eine leidenschaftliche Wanderin.