Erstellt am 23. Juli 2014, 10:24

von Helga Ostermayer

Pfarre: Wirbel um Rücktritt von Kurator. Evangelische Pfarre Loipersbach / SPÖ-Veranstaltung im Luthersaal missfiel Erwin Rauner, der Kurator warf darauf das Handtuch.

 |  NOEN, zVg

Der Kurator der evangelischen Pfarrgemeinde, Erwin Rauner, legte sein Amt nieder. Laut FPÖ-Landesparteiobmann Johann Tschürtz ist der Grund in der Politik zu suchen: „Die SPÖ-Frauen von Loipersbach haben im Luthersaal eine Veranstaltung abgehalten, das wollte Kurator Erwin Rauner nicht, denn die Politik soll sich aus der Kirche heraushalten“, weiß Tschürtz Näheres.

"Kirche gehört nicht in politische Hände"

Laut Tschürtz forderten die Pfarrgemeinderatsmitglieder, ein Teil davon setzt sich aus SPÖ-Frauen zusammen, daraufhin eine Abstimmung im Pfarrgemeinderat, in der Rauner überstimmt wurde. „Ich bin aus freien Stücken zurückgetreten, weil ich in der Kirche keine Politik haben möchte“, will Kurator Erwin Rauner eigentlich keine große Sache aus dieser Angelegenheit machen.

„Das ist ein Wahnsinn. Die Kirche gehört nicht in politische Hände. Die SPÖ-Rädelsführerinnen sollten sich beim Kurator entschuldigen“, wettert Tschürtz. „Außerdem haben wir in Loipersbach zwei Gasthäuser, Parteiveranstaltungen sollen dort abgehalten werden“, fordert der Parteiobmann.

SPÖ-Bürgermeister Erhard Aminger hält sich bedeckt: „Ich kommentiere das nicht, denn hier handelt es sich um eine private Entscheidung, die in der evangelischen Kirche zu diskutieren ist.“

"Dort wurde nicht politisiert"

Otmar Amminger, Vizebürgermeister und SPÖ-Obmann nimmt Stellung: „Die SPÖ-Frauen haben im Luthersaal zu Kaffee und Kuchen geladen und ihre Organisation für soziale Zwecke präsentiert. Viele Menschen waren dieser Einladung gefolgt. Es wurde dort aber nicht politisiert.“

Da dem SPÖ-Obmann schriftlich nichts vorliegt, will er sonst keine weitere Stellungnahme zu dieser Angelegenheit abgeben. Nur so viel: „Der Rücktritt ist eine persönliche Entscheidung des Kurators, dazu will ich nichts sagen.“

Ingrid Ferstl von den SPÖ-Frauen Loipersbach war für eine Stellungnahme aus Urlaubsgründen nicht erreichbar.