Erstellt am 02. Oktober 2014, 07:04

von Richard Vogler

Für die Matura in Afrika. Die Loipersbacherin Eva-Maria Horvath verweilte drei Wochen lang in Tansania, um für ihre Abschlussarbeit zu fotografieren und dokumentieren.

Soziale Ader. Eva-Maria Horvath in Afrika mit Waisenkindern (oben links).  |  NOEN, Privat
Für viele Schüler und Schülerinnen laufen bereits die Vorbereitungen für ihre Maturaprojekte - so auch für die Loipersbacherin Eva-Maria Horvath, die eine Grafik-Schule in Wien besucht.

Arbeit über Amminger-Benefizprojekt in Tansania

Der Kontinent, den sie und zwei weitere Klassenkolleginnen für ihre Vorbereitungen für ihre Arbeit aussuchte, ist jedoch nicht alltäglich: Afrika. Im Konkreten das Land Tansania, um über das Benefizprojekt von Marko Amminger (siehe Infos unten) ihre Arbeit zu schreiben.

x  |  NOEN, Vogler
Zu Beginn stand die Frage, zu welchem Thema sie ihre Maturaarbeit verfassen. „Ich habe vom Projekt von Marko Amminger gehört, mit ihm telefoniert. Kurz darauf stand fest, dass wir dies zum Thema machen werden“, berichtet Eva-Maria.

Vergangenen Sommer waren zwei der drei angehenden Maturantinnen in Tansania vor Ort. Dort wurden Waisen- und Schulkinder fotografisch festgehalten und auch das Resultat wird eine Reportage über das Leben und die Kultur im afrikanischen Dorf sein.

„Wenn man dort ist, sind die Eindrücke doch etwas bedrückend und man fängt zum Nachdenken an. Man lernt die Dinge, die für uns selbstverständlich sind wie zum Beispiel eine warme Dusche, mehr zu schätzen. Trotzdem sind die Menschen dort sehr glücklich“, berichtet Horvath.

120 Waisenkinder werden mittlerweile betreut

Indessen laufen die Arbeiten von Marko Amminger für das Hilfsprojekt weiter. Im Sommer war er wieder persönlich vor Ort, mittlerweile werden 120 Waisenkinder mit Essen, Schulbildung und medizinischer Versorgung betreut.

Für 2014 wurden für die Finanzierung 13.000 Euro aufgewendet, für 2015 können die Kosten voraussichtlich um 3.000 Euro reduziert werden. „Da wir ein eineinhalb Hektar großes Feld zur Verfügung gestellt bekommen haben, können sie selbst Mais und Bohnen anbauen. Ziel ist es, die Kosten laufend zu verringern, damit das Projekt so unabhängig wie möglich von unserer Hilfe ist“, erklärt Amminger.

Eine Sache ist Amminger ein großes Anliegen: „Unsere Waisenkinder leben ja weiterhin vorwiegend im Familienverbund und müssen bei fünf bis zehn Grad am Betonboden schlafen. Jedes Kind sollte eine Matratze, einen Kopfpolster und eine Decke haben.“


INFOS:

Marko Amminger fährt seit mittlerweile Sommer 2009 regelmäßig auf Entwicklungshilfe nach Tansania. Er entschloss sich, die Hilfe für die bedürftigen Menschen im Dorf Luduga selbst in die Hand zu nehmen und konnte mittlerweile mittels Spenden den Bau eines Waisenhauses ermöglichen.

Ein Großteil des Geldes wird durch das Benefizhallenturnier „Freunde kicken für Afrika“ eingenommen, das heuer am 27. Dezember in der Mattersburger Sporthalle stattfindet.

Auch heuer wird es wieder ein Fußballturnier mit Rahmenprogramm geben: DJ- und Live-Musik, Spiele der Nachwuchsmannschaften des SV Mattersburg, ein Auftritt der ASKÖ-Turnen-Mädels sowie eine Tanzeinlage stehen am Programm.