Erstellt am 27. August 2014, 07:02

Mädchen in Karibik von Lkw getötet. Erschütternde Vorgeschichte rund um die 15-Jährige: Großvater ist angeklagt, das Mädchen vergewaltigt zu haben.

 |  NOEN, Stefan Obernberger

Mit einer Messfeier am Sonntag verabschiedeten sich die Mitschüler und Mitschülerinnen samt Lehrer und Eltern vom 15-jährigen Mädchen, das bei einer Mopedausfahrt mit ihrer Cousine von einem Lkw gerammt und dabei tödliche Verletzungen davongetragen hat.

Nachkommender Laster fuhr auf: Genickbruch

Am letzten Schultag vor den Sommerferien war das Mädchen noch im Burgenland, dann brach die Familie hier ihre Zelte ab und zog in die Dominikanische Republik, der Heimat der Mutter, um dort ein neues Leben zu beginnen.

In Higüey, Hauptstadt der Provinz La Altagracia, fuhren die 15-Jährige und ihre Cousine abends mit einem Moped zum Einkaufen. Das Unglück geschah auf der Rückfahrt. Als die beiden Mädchen an einer Kreuzung abbiegen wollten, stieß ein nachkommender Lkw gegen das Moped.

Die Burgenländerin – sie saß auf dem Rücksitz – erlitt einen Genickbruch und war auf der Stelle tot. Ihre Cousine, die das Zweirad lenkte, kam mit schweren Verletzungen davon. Die Schuldirektorin berichtet: „Sie war eine sehr gute Schülerin, ein ruhiges, gescheites Mädchen, das lange ministriert hat.“

Großvater soll Mädchen vergewaltigt haben 

Eine erschütternde Geschichte hat sich im Juli des Vorjahres zugetragen, als sich das nun verstorbene Mädchen am Grundstück der Großeltern aufhielt. Damals soll sie der Großvater ins Wohnzimmer gezerrt, auf die Couch gedrückt, ihr beide Arme fixiert und sie vergewaltigt haben.

Der 69-jährige Angeklagte, bislang unbescholten, bekannte sich nicht schuldig. Er selbst war es gewesen, der Ende Oktober 2013 Selbstanzeige bei der Polizei erstattet hatte, weil er den Druck in der Familie nicht mehr ausgehalten habe. Er bekannte sich nicht schuldig.

Wegen körperlicher Defizite, speziell wegen seiner beiden künstlichen Kniegelenke, sei er gar nicht in der Lage, die behauptete Straftat zu begehen, so der Angeklagte.

Er habe zudem auch nicht schon vorher versucht, dem Mädchen „an die Wäsche zu gehen“ – ein Vorwurf, der gegen den Angeklagten im Zuge der Ermittlungen erhoben worden war. Der Prozess wurde vertagt.