Erstellt am 18. September 2013, 00:00

Mann tot aufgefunden. Wollte in Klinik / In Loiperbach wurde ein Verstorbener erst nach einigen Wochen entdeckt. Er soll sich bei den Nachbarn abgemeldet haben.

 |  NOEN, Karl Stadler

Wollte in Klinik / Am Donnerstag der Vorwoche wurde ein 73-jähriger Mann in einem Wohnhaus in Loipersbach tot aufgefunden. Der Tod dürfte bereits vor mehreren Wochen eingetreten sein, da sich die Leiche bereits im Verwesungsprozess befand. Derzeit gibt es laut Polizei keine Anzeichen von Fremdverschulden. Die gerichtsmedizinische Obduktion wurde angeordnet.

Nachbarn verständigten Gemeindeamt

Der 73-Jährige galt als Einzelgänger. Das Auto des pensionierten Oberst des Bundesheeres stand schon längere Zeit unbenutzt vor dem Haus. Weil der 73-Jährige bereits seit längerer Zeit im Dorf nicht gesehen worden war und seine Nachbarn auch abends nicht mehr das übliche Licht aus seiner Speisekammer sehen konnten, verständigten sie die Bediensteten des Gemeindeamtes.

Nach Anzeigeerstattung bei der Polizeiinspektion Schattendorf wurden Nachforschungen hinsichtlich des Aufenthaltsortes des Mannes durchgeführt, die allerdings ergebnislos verliefen. Zu Angehörigen hatte der 73-Jährige, laut Polizei, keinen Kontakt.

Die Post hatte sich bereits vor der Haustür gestapelt. Gemeinsam mit einem Gemeindearbeiter brachen die Beamten der Polizei die Haustüre auf und fanden den Mann tot auf dem Küchenboden.

Mann noch nicht lange im Ort, lebte zurückgezogen

Eine Spurensicherung wurde durchgeführt und die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der Leiche an. Das Ergebnis ist für diese Woche zu erwarten.

Der pensionierte Bundesheeroffizier war kurz vor seiner Pensionierung nach Loipersbach gezogen und stammte ursprünglich aus Bruck an der Mur.

Laut Gemeinde war der Mann als Pensionistensprecher der FPÖ aktiv. Seit er vor 20 Jahren nach Loipersbach zog, soll er jedoch ziemlich zurückgezogen gelebt und sich nur sehr wenig ins Dorfleben integriert haben. Auch zu seiner Tochter habe er keinen Kontakt mehr gehabt.

Späte Entdeckung: Anrainer wähnten ihn in Klinik

„Bis vor zwei Jahren war er Bezirks- und Ortsobmann des burgenländischen Seniorenrings. Er hat diese Funktion jedoch aus gesundheitlichen Gründen zurückgelegt“, erinnert sich FPÖ-Gemeinderat Siegfried Zeltner zurück.

Warum der Leichnam des ehemaligen Pensionistensprechers erst nach ein paar Wochen entdeckt wurde? Er soll sich vor einiger Zeit von seinen Nachbarn abgemeldet und ihnen mitgeteilt haben, dass er in eine Klinik gehen werde.

„Er war sehr belesen und hat sich sehr gut mit Geschichte ausgekannt. Für die FPÖ hat er sehr tolle Ausflüge organisiert“, so Siegried Zeltner.