Erstellt am 01. Juli 2014, 12:41

von Helga Ostermayer

Manu Chao brachte Wiesen zum Wogen. Volksfest / Das Publikum klatschte und hüpfte geschlossen in der ausverkauften Ottakringer Arena in Wiesen zu Punk, Reggae, Dub und Ska.

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WIESEN / Am Sonntag war Manu Chao mit La Ventura zu Gast in Wiesen und lieferte ein schönes in sich stimmiges Konzert ab und das Publikum in der ausverkauften Ottakringer Arena in Wiesen wogte und klatschte volksfestmäßig geschlossen mit. Es war zu spüren, dass es hier nicht um das Ego eines einzelnen Musikers geht, sondern um gemeinschaftliches Musikvergnügen. Punk, Reggae, Dub, Ska, ausgeschmückt mit vielen Soundideen, Sirenen, Akkordeons, zugespielten Stimmen und passenden Visuals – so präsentierte Manu Chao seine Songs, teilweise elektronisch verfremdet, fast bis zur Unkenntlichkeit, was aber keinen störte.
 

Manu Chao, geboren 1961 in Paris, ist eines der Gründungsmitglieder der globalisierungskritischen Organisation Attac. Migration, Armut und Rassismus sind die Themen seiner Lieder. Heute lebt der Musiker unter anderem in Marseille und Barcelona.

Mit seiner Single Bongo Bong – einer Neu-Interpretation des Liedes „King of Bongo“ – gelang ihm 2000 der Durchbruch auf den Musikmärkten Europas und Nordamerikas. Die Alben „Clandestino“ und „Próxima Estación: Esperanza“ erreichten jeweils Platinstatus.

Als Anheizer fungierte die grandiose kolumbianische Karibikband „Systema Solar“, die mit Cumbia, einem wilden Rhythmenmix aus afrikanischen, indianischen und spanischen Elementen, derzeit die Musikwelt infiziert.

„Allez“ heißt das vierte Studioalbum der Heidelberger Reggae-Dancehall-Hip-Hop-Formation „Irie Révoltés“, die als zweite Vorgruppe einen starken Auftritt hinlegten. Auch auf dem neuen Album will die Band wieder Missstände anprangern und positive Energie verbreiten, was in Wiesen vorzüglich gelang.

Ein Star zum Angreifen. Manu Chao (Mitte) ließ sich gerne mit Fans fotografieren.

Pekovics