Erstellt am 22. April 2015, 10:37

von Elisabeth Kirchmeir

Profi brach ein. In Markt Allhau soll ein Kroate Geld, Schmuck und Münzen im Wert von mehr als 20.000 Euro gestohlen haben.

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Am 18. Oktober 2014 beobachtete ein Student in Sigleß wie ein 27-jähriger kroatischer Staatsbürger gerade im Begriff war, über ein Kellerfenster in ein Einfamilienhaus einzubrechen. „Ich sah ihn von Angesicht zu Angesicht“, sagte der Augenzeuge. „Er war mit einem Fuß schon drinnen.“

"Wollte wirklich in dieses Haus einsteigen"

Der Zeuge schlug Alarm, wenig später konnte der Einbrecher verhaftet werden.

„Was wollten Sie in diesem Haus?“, fragte Richterin Birgit Falb. „Ich wollte wirklich in dieses Haus einsteigen und Geld stehlen“, gab der Angeklagte zu.

Am selben Tag war auch in Markt Allhau eingebrochen worden. „Ich kam kurz vor 13 Uhr nach Hause und habe es gleich bemerkt“, berichtete jene Lehrerin, aus deren Haus 2000 Euro Bargeld, Schmuck im Wert von 13.360 Euro und Münzen im Wert von 4800 Euro gestohlen worden waren.

Auto von Freund am Tatort beobachtet

Der Angeklagte bestritt jedoch, auch diesen Einbruchsdiebstahl begangen zu haben. Ebenso sei er nicht an einem Delikt in Oberösterreich beteiligt gewesen. Dort beobachtete eine Zeugin ein Fahrzeug mit kroatischem Kennzeichen, das „zufällig“ einem Freund des Angeklagten gehörte.

„Sie sind ein absoluter Profi, werden in Deutschland gesucht. Offenbar haben Sie schon einiges am Kerbholz“, hielt die Richterin dem Mann vor. Sie habe damit gerechnet, dass er vor Gericht nichts zugeben werde. „Es gibt Briefe an Sie, in denen Sie aufgefordert werden, sich durch Schweigen zu verteidigen“, so die Richterin.

Der Schöffensenat glaubte dem Angeklagten nicht, dass er nur den Einbruchsdiebstahl in Sigleß begehen wollte, und verurteilte ihn zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe unbedingt. Zusätzlich muss er eine zuvor bedingt ausgesprochene Haftstrafe im Ausmaß von sechs Monaten absitzen. Der Angeklagte wird gegen das Urteil berufen.