Erstellt am 08. Oktober 2014, 08:28

von Helga Ostermayer

Literaturpreis ging an Johanna Sebauer. Die 26jährige Marzerin machte sich Gedanken zum Fall des Eisernen Vorhanges vor 25 Jahren.

Stolz. Johanna Sebauer tritt in die Fußstapfen ihres Vaters Wolfgang Weisgramm, den der Jugend-Literaturpreis seiner Tochter natürlich sehr freut.  |  NOEN, Privat

Heuer schrieb das Land zum ersten Mal den Jugend-Literaturpreis aus. Anlass war der Fall des Eisernen Vorhanges vor 25 Jahren. Junge Menschen waren aufgefordert, sich mit diesem historischen Ereignis literarisch auseinanderzusetzen.

Drei Autorinnen wurden am Dienstag mit dem Jugendliteraturpreis 2014 ausgezeichnet und als Siegerin ging Johanna Sebauer aus Marz hervor. Die 26-Jährige durchbrach ihre Geschichte über eine Reise nach Budapest mit Reflexionen über den Begriff Osteuropa.

Wie kam es zur Teilnahme? „Mich hat das Thema sehr interessiert. Die Trennung Europas liegt zeitlich so nahe. Nur 25 Jahre ist es her, dass der Eiserne Vorhang gefallen ist und dennoch fühlt es sich alles für mich – als in einem vereinten Europa Großgewordene – sehr abstrakt an. Es hat mir große Freude bereitet, mir darüber Gedanken zu machen. Umso mehr freue ich mich jetzt natürlich, dass mein Text Anklang gefunden hat“, so die junge Autorin, deren schriftstellerische Laufbahn bei einem Sommerpraktikum bei der BVZ begann. Später war sie auch bei der englischsprachigen Wiener Wochenzeitung „Vienna Review“, der Online-Zeitung „Revolver/Santiago Magazin“ sowie bei mehreren Radio- und TV-Produktionen tätig.

"Texte sind von hoher Qualität"

Johanna Sebauer ist Bachelor der Politikwissenschaft und absolviert nun den internationalen Masterlehrgang „Journalism, Media and Globalization“, der sie von Aarhus über Santiago de Chile nach Hamburg führte. Von Beginn an ist Sebauer aktives Mitglied beim Verein der „Kiwis Mattersburg.“ Vater Wolfgang Weisgram, selbst ein bekannter Buchautor und Journalist, ist berechtigt stolz auf seine Tochter: „Alle eingereichten Texte sind von wirklich hoher Qualität. Deshalb freut mich die Auszeichnung von Johanna natürlich umso mehr.“