Mattersburg

Erstellt am 31. August 2016, 10:26

von Bettina Eder

Anzeige: Stunk wegen Tieren. Nachbarschaftstreit beschäftigt Behörden. Ob die Tierfarm illegal ist, entscheidet im September der Gemeinderat.

llegale Tierfarm? Der Nachbar dokumentierte über die Zaungrenzen die Zustände in dem Nachbarhaus: „Geht gar nicht.“  |  zVg

Zu laut, zu viel Gestank, desaströse Zustände – die vielen Tiere seiner Nachbarin erregten gelindegesagt das Gemüt eines Mattersburgers. Bezirkshauptmannschaft, Gemeinde und Amtstierarzt sind mit dem Fall bereits vertraut.

Im April dieses Jahres ist die Frau erst eingezogen und das mit wachsendem vierbeinigen Mitbewohnern: sechs Hunde, vier bis fünf Ziegen; bis zu 14 Schweine und etwa sieben Pferde oder Ponys soll die Wahlmattersburgerin nun laut ihrem Nachbarn schon haben.

Einspruch gegen den Bescheid erhoben

„Das ist untragbar, wir haben ein normales Einfamilienhaus und auch ihr Haus war meines Wissens nie ein Bauernhaus. Tierhaltung in dieser Dimension ist sicherlich nicht erlaubt“, so der betreffende Anrainer, der sich bereits im Mai an die Gemeinde gewendet hat. Nach einer Anzeige gegen das Baugesetz hat die eingemietete Betreiberin der vermeintlich illegalen Tierfarm nun gegen den positiven Bescheid der Gemeinde als Baubehörde Einspruch erhoben.

„Mit dem muss sich nun der Berufungsausschuss des Gemeinderates in seiner nächsten Sitzung befassen“, erklärt der Mattersburger Amtsleiter Karl Aufner den nächsten Schritt. Eine Rolle spielt dabei die Flächenwidmung, das Gebiet selbst ist Bau-Mischgebiet.

Strafverfahren wenn illegale Tierfarm

zVg

„Kommt man zu dem Schluss, dass diese Tierfarm illegal ist, kann die Gemeinde ein Strafverfahren über die BH einleiten“, so Bezirkshauptmann Klaus Mezgolits. Wäre sie legal, dann gäbe es „nachgelagert durch die BH eine eventuelle Tierschutz- aber auch Düngeproblematik zu klären“, so Mezgolits weiter.

Die betroffene Hausbesitzerin konnte trotz mehrmaliger Versuche nicht erreicht werden.