Erstellt am 03. November 2011, 07:19

Mattersburg bald eine Fairtrade-Gemeinde?. IN PLANUNG / Die Schüler der Handelsschule versuchen gemeinsam mit der Stadtgemeinde, das Projekt umzusetzen.

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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Den Fairtrade-Laden im Jugendzentrum gibt es schon. Geht es nach den Plänen von vier Schülern der dritten Klasse Handelsschule, so wird die Bezirkshauptstadt bald die erste Fair-Trade-Gemeinde im Burgenland sein. „Ich arbeite selber im Fairtrade-Shop im Jugendzentrum mit. Die Abschlussarbeit an der Handelsschule wollte ich über Fairtrade machen“, berichtet einer der vier Schüler, Florian Grafl.

Gemeinde muss eine  Resolution verabschieden

Ziel der Projektarbeit ist nun, aus Mattersburg eine Fair-Trade-Gemeinde zu machen. Die Bedingungen, die dabei zu erfüllen sind? Die Gemeinde verabschiedet eine Resolution zur Unterstützung von Fairtade, verwendet Fairtrade-Kaffee und weitere Produkte mit dem Fairtrade-Gütesiegel bei den Sitzungen, in den Büros, in ihren Kantinen, bei den Kaffeeautomaten sowie bei Gemeindeveranstaltungen. Es sollen weiters Fairtrade-Produkte in Betrieben, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen oder Pfarren verwendet werden; das Bewusstsein der Bevölkerung für Fairtrade soll gestärkt werden. Ebenso soll eine Fairtrade-Arbeitsgruppe (ein Vertreter der Gemeinde ist dabei) gegründet werden, die sich regelmäßig trifft und an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Ziele arbeitet. Um den Status „Fairtrade-Gemeinde“ zu erreichen, müssen in Mattersburg auch in drei Lebensmittelgeschäften sowie in zwei Gastronomieeinrichtungen Fairtrade-Produkte angeboten werden.

SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon bestätigt, dass es „vor einiger Zeit mit dem Jugendzentrum in diese Richtung Kontakt gegeben hat. Natürlich ist das eine sehr gute Idee, die Stadtgemeinde wird ihr Möglichstes tun, um dies auch zu unterstützen.“

Engagiert. Patrick Groiss, Nicole Moritz und Florian Grafl (v.l.) setzen sich für Fairtrade ein. Viertes Mitglied der Projekt-Gruppe ist Samantha Schranz (nicht am Bild).

ZVG