Mattersburg

Erstellt am 26. Oktober 2016, 05:14

von Michael Kremser

Kampf um Schutzweg in der Wiener Straße. Die Gemeinde setzt sich seit Jahren für einen Schutzweg in der Wiener Straße ein – Land winkt immer wieder ab.

Sicherheit. Der nächstgelegene Schutzweg befindet sich knapp 600 Meter weit von der Bushaltestelle entfernt.  |  BVZ, zVg

In diesem Jahr probierte man es von Seiten der Gemeinde wieder einmal, die Errichtung eines Schutzweges in der Wienerstraße zu veranlassen, und abermals kam von den zuständigen der Abteilung 5 aus dem Landesbüro die Absage hierfür. „Das ist ein Thema, das wir im Gemeinderat immer wieder aufgreifen, zuletzt probierten wir es vor ungefähr drei Jahren“, so Amtsleiter Karl Aufner, der weiter ausführt: „Wir bekamen diesbezüglich wieder einmal eine Absage.“

Schutzweg ist laut Landesabteilung nicht notwendig

Begründung der zuständigen Landesabteilung: „Das Verkehrsaufkommen beziehungsweise die Frequenz der Fußgänger, die die Straße an dieser Stelle überqueren möchten, überschritt in einer gewissen Zeitspanne, in der von Seiten des Landes in den Sommermonaten beobachtet und gemessen wurde, keinen Grenzwert – ca. 200 pro Stunde (laut Land – Anm. der Redaktion). Damit wird begründet, dass ein Schutzweg an dieser Stelle aus derzeitiger Sicht nicht notwendig sei“, erläutert Aufner die Stellungnahme der Landesabteilung und fügt an: „Das müssen wir jetzt einmal so hinnehmen.“

Der gewünschte Schutzweg sollte in Höhe der Bushaltestelle die sichere Querung der Wienerstraße ermöglichen – immerhin jener Straße, die die einzige direkte Verbindung von Mattersburg in die Nachbargemeinden Wiesen, Bad Sauerbrunn und Sigleß darstellt (Autostraßen und Güterwege außer Acht gelassen). Zudem befindet sich die nächstgelegene Möglichkeit über einen Schutzweg die Straße zu queren rund 600 Meter weiter stadteinwärts. 

„Die Busse, die an dieser Stelle halten, um Schüler aussteigen zu lassen, fahren mittlerweile weiter und lassen die Kinder direkt bei der an die Haltestelle angrenzenden Siedlung der OSG aussteigen, ehe sie umkehren, damit diese nicht die Straße queren müssen“, heißt es von Seiten der Gemeinde. Die OSG wird im kommenden Jahr noch dort noch weitere Wohneinheiten errichten – damit werden bis Ende 2017 laut OSG beinahe 1.000 Menschen in der Siedlung wohnen.

Für Gemeinde ist das Nein nicht endgültig

Für die Stadtgemeinde Grund genug, das Projekt Schutzweg-Wiener Straße nicht völlig auf Eis zu Legen. „Das Nein, das wir jetzt wieder bekommen haben, ist sicherlich kein endgültiges, wir werden uns die Wohnentwicklung weiterhin ansehen und in einiger Zeit mit Sicherheit neuerlich einen Versuch wagen“, zeigt sich der Amtsleiter optimistisch.