Erstellt am 12. August 2015, 05:41

von Richard Vogler

Krutz wandert ohne Geld durchs Land. Der Mattersburger Wolfgang Krutz wandert mit seinem Leiterwagerl rund drei Wochen und sammelt dabei für die Erdbebenopfer in asiatischen Nepal.

Mit dem Leiterwagerl unterwegs. Zumeist nächtigt Wolfgang Krutz bei hilfsbereiten Menschen, er ist noch nie abgewiesen worden. Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Für die Menschen im südlichen Teil des Landes bietet sich zur Zeit ein nicht alltägliches Bild: Ein Mann mit Barfußschuhen samt Leiterwagerl. Es ist dies der Mattersburger Wolfgang Krutz, der zudem noch ohne Bargeld unterwegs ist.

„Ich wollte schauen, ob es möglich ist, sich ohne Geldmittel durchzuschlagen, bislang hat es geklappt. Die Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Menschen ist unterm Strich immens groß“, berichtet der 42-Jährige, um weiter über seine Intention zu erzählen.

Nacht im Freien: „Ich lasse mich einfach treiben“

„Ich kenne das Burgenland nicht wirklich, mit meiner Wanderung wollte ich dies ändern. Ursprünglich wollte ich vom Süden in den Norden gehen, nun lasse ich mich einfach treiben“, so Krutz.

Am 30. Juli startete er mit seiner Tour, von Bildein im Bezirk Güssing weg führte ihn sein Weg nach Gaas, wo er bei einem Pärchen übernachtete, am zweiten Tag blieb er in der Nähe von Güssing bei einem Selbtsversorger-Bauernhof drei Tage lang, wo er am Hof bei den Arbeiten mithalf.

Nach einer Nacht bei Künstler Alois Lang landete er beim Thermenhotel Larimar und bat um ein Zimmer für die Nacht. „Inhaber Johann Haberl war sofort dabei. Ich erhielt ein Zimmer und durfte a la carte zu Abend essen.“

Eine Nacht verbrachte er bislang im Freien, seine Reise führte ihn in den letzten Tagen bis nach Wolfau und wieder retour in den Güssinger Bezirk, wo in Punitz sein defektes Leiterwagerl geschweißt wurde und er somit seine Tour fortsetzen konnte.

Feldenkrais-Stunden als Gegenleistung für Hilfe

Krutz steuert seine Reise mittels Wanderkarte. Tagsüber isst er Obst und Pflanzen, die die Natur bieten. „Man kann sich gut von Kräutern und Wildpflanzen wie Löwenzahn, Spitzwegerich oder Sauerampfer ernähren. Und immer wieder erwischt man Äpfel.“

Als Gegenleistung für die große Hilfsbereitschaft gibt es für die Menschen stets Feldenkrais-Stunden, zumal er ausgebildeter Feldenkrais-Trainer ist.

x  |  NOEN, Privat


Mit dabei ist auch sein „Hang“, auf dem er immer wieder musiziert. Seine Reise ist nicht nur eine persönliche Erfahrung, sie dient auch einem guten Zweck. „Meine Wanderung heißt ‚Hang für Nepal. Dort ereigneten sich heuer Erdbeben, den Menschen muss geholfen werden.“

Bis Montag dieser Woche wurden 167 Euro gespendet. Die BVZ berichtete bereits über die -Benefizaktion von Uli Glocknitzer und genau dieser kommt das gespendete Geld zu Gute:


Bis 23 August will Wolfgang Krutz noch das Land durchstreifen – was er bislang von seiner Reise mitnimmt? „Wenn man offen ist, ist vieles möglich und man kann die Menschen im Herzen erreichen.“ Updates zur Reise sind auf facebook im Blog „Hang für Nepal“ zu finden.