Erstellt am 17. Dezember 2014, 06:08

von Christopher Ivanschitz

Mehr Parkplätze und zusätzlicher Waggon. Mattersburger Hauptbahnhof wird modernisiert. Bei den überfüllten Zügen nach Wiener Neustadt schaltete sich nun das Land ein.

Baustart 2015. Im kommenden Jahr sollen zusätzliche Parkplätze entstehen.  |  NOEN, Vogler

Zwei Probleme, die für Ärger bei den Pendler sorgen, sollten im kommenden Jahr behoben sein: Zum einem werden beim Mattersburger Hauptbahnhof mehr Parkplätze geschaffen und auch in der Angelegenheit bei den überfüllten Zügen nach Wiener Neustadt hat sich etwas getan: Nach Intervention vom Land versprach die ÖBB eine zusätzliche Reservegarnitur.

Der Mattersburger Bahnhof wird ab kommendem Jahr modernisiert. In Ausbaustufe eins werden auf der gegenüberliegenden Seite zum Bahnsteig die Parkplätze (dort, wo sich der ehemalige Verladeplatz befand) neu gestaltet und weiters werden Auto-Abstellmöglichkeiten hinzukommen. Mittels Unterführung soll der direkte Weg zum Bahnsteig ermöglicht werden. „In Ausbaustufe zwei ist geplant, den schon länger bestehenden ÖBB-Parkplatz direkt beim Bahnhof mittels Abtragen der Böschung zu erweitern“, berichtet SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

BVZ berichtete Kritik von Betroffenen

Dies ist jedoch nur ein Teil des Modernisierungsprogramms. Unter anderem sollen die Zusteigsmöglichkeiten behindertengerecht werden. Die Gesamtkosten betragen 3,3 Millionen Euro. Davon steuert die Gemeinde und das Land jeweils 755.000 Euro bei, den Rest zahlt die ÖBB. Die in der BVZ berichtete Kritik von Betroffenen über die überfüllten ÖBB-Züge von Mattersburg nach Wiener Neustadt griff nun SPÖ-Bezirksvorsitzender Klubobmann Christian Illedits auf und versuchte dem Problem Abhilfe zu schaffen.

Eine zusätzliche Reservegarnitur soll auf dieser Bahnlinie künftig bereitgestellt werden, um für Entlastung zu sorgen. „Ich habe den Landesverkehrskoordinator ersucht, der Sache auf den Grund zu gehen und eine rasche Lösung durch die ÖBB zu erwirken. Nach ersten Gesprächen verspricht die ÖBB bereits ab Jänner eine deutliche Verbesserung für alle Pendler. Wir werden das Problem aber weiterhin beobachten und uns bei Bedarf erneut einschalten“, so Illedits. Die ÖBB habe eingeräumt, dass bei zwei Regionalzügen nach Wiener Neustadt an einzelnen Tagen statt einer doppelten nur eine einfache Garnitur zum Einsatz kam. Ab Jänner wollen die Bundesbahnen ihren Pflichten endlich nachkommen.

„Das Land hat mit dem Bahnunternehmen hohe Qualitätsstandards vereinbart. Diese müssen eingehalten werden“, macht Illedits klar. Der SPÖ-Klubobmann erwartet sich, wie auch die Betroffenen, eine nachhaltige Lösung und somit eine angemessene Dienstleistung für die Zahlungen. Nachdem 2014 vom Land eine Rekordsumme von 16 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr investiert wurde, darf man dies wohl auch verlangen. Die ÖBB war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.