Mattersburg

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:57

von Michael Kremser

Mietwohnungen: Wohnraum ist knapp. In Mattersburg wird fleißig an neuen Wohnmöglichkeiten gebaut – doch das Angebot kommt der Nachfrage kaum nach.

Neuer Wohnraum. OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar und Bürgermeisterin Ingrid Salamon präsentieren das neue Projekt.   |  BVZ

Derzeit wohnen über 7200 Menschen in der Bezirkshauptstadt – und die Zahl steigt. Doch damit steht die Stadtgemeinde vor einer besonderen Herausforderung, denn die Wohnmöglichkeiten werden zunehmend knapper. In Kooperation mit den Siedlungsgenossenschaften möchte man diesem Trend von Seiten der Gemeinde entgegenwirken.

„Sobald eine Wohnung in Mattersburg am Markt ist, ist diese auch schon wieder weg. Wir sind stets bemüht Grundflächen für die Entstehung von Wohnraum anbieten zu können, doch irgendwann stößt man auch hier an Grenzen“, so Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Ein Blick auf die aktuellen Projekte der Genossenschaften macht diese Problematik deutlich:

Die Erste Burgenländische Siedlungsgenossenschaft Pöttsching (EBSG) kann derzeit keine bezugsfertige Wohnung in der Bezirkshauptstadt anbieten, es befinden sich auch keine weiteren in Bau oder Planung, jedoch stehen zwei Reihenhäuser in der Pielgasse bezugsfertig und sechs weitere in der Wieselberggasse in Bau – allerdings sind diese bereits teilweise reserviert.

Bei der Neuen Eisenstädter (NE) stehen weder Wohnungen noch Reihenhäuser in Mattersburg zur Zeit am Plan noch in Bau – allerdings ist man von Seiten der Genossenschaft bereits in Grundstücksbesitz in der Bezirkshauptstadt und wartet auf Nachfragen.

Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft baut aktuell zwölf Reihenhäuser in der Rudolf Kirchschlägergasse. In der Wiener Straße befindet sich die Stiege 22 mit 20 Wohneinheiten in Bau – die Fertigstellung ist mit Herbst geplant. Ende August starten die Arbeiten zu Stiege 23 – bei beiden Wohnblöcken sowie der Reihenhausanlage sind bereits alle Wohnungen vergeben beziehungsweise reserviert. Für Herbst steht der Spatenstich für weitere 28 Startwohnungen am Plan.

Junges Wohnen steht im Vordergrund

„Bei dieser kostengünstigen Initiative steht ganz konkret der junge Mensch im Mittelpunkt. Wir wollen dadurch jungen Leuten das erste selbstständige Wohnen ermöglichen“, erklärt OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar. Die einzelnen Wohneinheiten werden rund 56 m umfassen und im Schnitt nicht mehr als 5 Euro pro m (netto) Miete kosten.

Bürgermeisterin Ingrid Salamon begrüßt dieses Projekt: „Dieser Weg ist der richtige, nämlich leistbares Wohnen auch für junge Menschen in Zukunft sicher zu stellen.“

Informationen rund um die Angebote der Genossenschaften finden Sie unter. www.osg.at (OSG), www.nebau.at (NE) sowie unter www.ebsg.at (EBSG).