Erstellt am 16. Juli 2014, 11:10

von NÖN Redaktion

Mutige Angestellte stellte sich gegen zwei Diebe. Vereitelt / Selda Erdogdu drohte mit der Polizei, daraufhin ließen die Männer ihre Beute fallen und flüchteten.

Keine Angst. Selda Erdogdu vom Juweliergeschäft am Hauptplatz 2, stellte sich mutig gegen die zwei Diebe.  |  NOEN, zVg

Einen Schmuckdiebstahl konnte am Dienstag die Angestellte Selda Erdogdu des Juweliergeschäfts am Hauptplatz 2, verhindern. Gegen 13.30 Uhr betraten zwei Männer mit ausländischem Akzent das Geschäft. Sie hatten einen wertlosen Ring bei sich, den sie von der Angestellten schätzen ließen.

Danach zeigten sie noch reges Interesse an Uhren, die sich in der Auslage des Juweliers befanden. Aus diesem Grund ging die Frau mit einem der Täter vor das Geschäft, um sich die gewünschten Exponate in der Auslage zeigen zu lassen. Dabei konnte sie beobachten, wie der zweite Täter in der Zwischenzeit im Geschäftslokal von einem Schmuckständer einige der ausgestellten Ringe in seine Umhängetasche steckte.

"Ich hatte gar keine Angst"

Als Selda Erdogdu wieder zurückkam, wollte der Täter das Geschäft verlassen, konnte jedoch von der Angestellten daran gehindert werden. Als sie ihn bezüglich der gestohlenen Ringe zur Rede stellte, bestritt er den Diebstahl. Erst als Erdogdu mit der Polizei drohte, nahm der Verdächtige das Diebesgut – es handelte sich um acht Ringe im Gesamtwert von etwa 600 Euro – aus der Tasche, warf es auf den Boden und flüchtete mit seinem Komplizen. Wie fühlt man sich in so einer Situation, wollte die BVZ wissen? „Ich wurde von den Männern nicht bedroht und hatte auch in dem Moment gar keine Angst“, so die mutige Angestellte.

Einer der beiden Tatverdächtigen ist etwa 180 bis 190 Zentimeter groß, 30 bis 40 Jahre alt, er hat schwarzes Haar und ist von festerer Statur. Der Mann trug ein blaues T-Shirt und eine Umhängetasche.

Beim zweiten Verdächtigen handelt es sich um einen Mann im Alter von 30 bis 35 Jahren, schwarzes Haar, etwa 180 bis 190 Zentimeter groß, er ist von mittlerer Statur. Am Dienstag trug er ein weißes T-Shirt mit giftgrün-gelbem Aufdruck und eine dunkle Hose. Er hatte einen schwarzen Rucksack mit grünem Aufdruck bei sich.