Erstellt am 16. November 2011, 00:00

Mattersburger Idyll fiel Kahlschnitt zum Opfer. SIEBERBERG / ÖBB rodete Teil des Berges. Sonja Sieber: „Dass man alles wegschneiden musste, kann ich nicht nachvollziehen.“

Ärger wegen Rodung. Geht es nach Sonja Sieber, so geht die Sicherheit vor. Dass das gesamte Areal gerodet wurde, kann sie nicht nachvollziehen.  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Dort, wo sich noch vor gut einer Woche eine Vielzahl an Bäumen und Sträuchern befanden, ist nun eine karge Landschaft vorzufinden: Ein Teil des Sieberberges wurde zum Teil komplett abgerodet. Im konkreten jener im Bereich zwischen ehemaligem Sportcafe und den Zuggleisen sowie ein Teil des Geländes „Am Bahndamm“.

Der Grund für diese Maßnahme? Sicherheitsvorkehrungen – was Grün-Gemeinderätin Sonja Sieber nur in gewissem Maße nachvollziehen kann. „Wenn die Sicherheit der Menschen gefährdet ist, müssen Pflanzen oder Bäume natürlich entfernt werden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass alles dort entfernt werden musste, das verstehe ich nicht wirkich. Der Sieberberg ist eines der wenigen Idylle, die wir noch in Mattersburg haben.“ In die Wege geleitet hat die Rodung am Gelände der ÖBB (der Sieberberg befindet sich in derem Eigentum) die Stadtgemeinde, im konkreten Bauhofleiter Günter Dorner.

Gefährdung durch  Rutschgefahr

„Die Gefährdung war gegeben, seit zwei Jahren gibt es dort durch Kerne von wilden Kirschen, Laub der Bäume und durch die Sträucher ein Problem durch Rutschgefahr. Dass alles geschnitten wird, ist nicht von der Stadtgemeinde ausgegangen. Wir haben die ÖBB lediglich informiert, dass dort Maßnahmen ergriffen werden“, erklärt Dorner. Christopher Seif, Pressesprecher der ÖBB, erläutert, dass die Arbeiten von 7. bis 10. November durchgeführt wurden. „Auf Bahngrund stehende Bäume und Sträucher werden regelmäßig von den Streckenbetreuern der ÖBB gepflegt und geschnitten, da Bahnanlagen, Trassen, Viadukte etc. von Bewuchs freigehalten werden müssen, um einen sicheren Bahnbetrieb gewährleisten zu können.“ Geht es nach Seif, so wurden die Maßnahmen auf Wunsch und in Abstimmung mit der Gemeinde durchgeführt.

Ob es notwendig war, die gesamten Sträucher und Bäume zu entfernen? „Einzelne Sträucher stehen zu lassen, wäre hier nicht sinnvoll gewesen“, so Seif abschließend.