Erstellt am 13. Mai 2015, 08:59

von Christopher Ivanschitz

Mit 80 noch immer aktiv. Der 80-jährige Baumgartner Franz Ivanschitz steht noch immer als Spielleiter auf dem Rasen und pfeift Begegnungen des SVM-Nachwuchses.

Franz Ivanschitz (2.v.l.) war vergangenen Samstag in Krensdorf im Einsatz. Der SV Mattersburg (Hannes Reisner, l. und Marko Amminger, r.) überreichte ihm als Geburtstagsgeschenk eine SVM-Uhr sowie einen Fußball mit Unterschriften der SVM-Proifis.  |  NOEN, Kremser

Der Baumgartener Franz Ivanschitz ist wohl vielen Fußballliebhabern ein Begriff. Vor Kurzem feierte der Pensionist seinen 80. Geburtstag, die Liebe und Hingabe zum Fußball ist ihm noch immer anzumerken und noch lange nicht verflogen. Auch heute steht der leidenschaftliche Schiedsrichter noch auf dem Rasen, unterstützt den SV Mattersburg und leitet dabei jene Nachwuchsspiele, bei denen kein offizieller Spielleiter benötigt wird.

„Denke nicht an  das Aufhören“

Bereits mit 23 Jahren stand Ivanschitz erstmals auf dem Feld und feierte damals sein Debut als offizieller Spielleiter. Vor seinem Schiedsrichter-Engagement spielte er in der Reservemannschaft in Baumgarten, merkte jedoch schon bald, dass er nicht als Spieler, sondern als Spielleiter seiner Leidenschaft, dem Fußball, nachgehen will.

„Dieser Sport hat von Beginn an einen wichtigen Teil meines Lebens eingenommen. Ich könnte jederzeit am Platz stehen, egal ob als Schiedsrichter, oder auch als Zuseher“, so Ivanschitz, der weiter ausführte: „Solange ich gesund bleibe und es mein Körper zulässt, werde ich mit dem Pfeifen auch nicht aufhören.“

57 Jahre als Schiedsrichter

Seit dem der Baumgartner Sportverein seinen Spielbetrieb eingestellt hat, zieht es den 80-Jährigen in die Nachbargemeinde nach Draßburg, wo er den Akteuren gespannt und auch kritisch auf die Beine blickt. In seinen 57 Jahren als Schiedsrichter blieb dem Fußballliebhaber vor allem ein Südderby zwischen Güssing und Oberwart in Erinnerung.

„Ich musste das Spiel damals alleine pfeifen, die Wetter- und Platzverhältnisse waren sehr schlecht. Im Nachhinein war es jedoch das schönste Spiel, das ich leiten durfte und dies werde ich nie vergessen“, erinnerte sich der gelernte Maurer an dieses prägende Ereignis zurück, welches schließlich seiner Leidenschaft zum Fußball und zum Pfeifen einen zusätzlichen Schub gab.

Die Tatsache, dass es unter seiner Leitung nie zu einem Spielabbruch oder anderen Skandalen kam, macht den 80-Jährigen stolz: „Natürlich muss man einiges einstecken, gröbere Skandale sind mir aber stets erspart geblieben“, so Ivanschitz.