Erstellt am 09. Januar 2013, 00:00

Modergeruch in der Volksschule Wiesen. Sanierungsbedürftig / Besonders im alten Trakt sind die Mauern nass. Für die Sanierung sind jedoch nur 30.000 Euro budgetiert.

Außenmauer. Auch im Außenbereich bröckelt schon der Verputz.  |  NOEN
Von Helga Ostermayer

In der Volksschule wurde im Herbst ein pädagogischer Neubeginn gestartet. „Der Bauzustand der Schule lässt jedoch zu wünschen übrig“, moniert Dietmar Rath von der Wieser Plattform (WiP).

„In mehreren Räumen bröckelt der Verputz ab, modriger Geruch breitet sich aus und was sich hinter so manchem Kasten oder Verbau verbirgt, kann niemand sagen. Zumindest eine Messung der Schimmelbelastung ist dringend notwendig, damit eine Gesundheitsgefährdung für unsere Kinder ausgeschlossen werden kann“, fordert der Kopf der WiP.

Laut Rath legte Bürgermeister Weghofer dem Gemeindevorstand für 2013 ein Budget von 30.000 Euro - nur ein Tropfen auf dem heißen Stein - für die Schulerhaltung vor. Damit sollen die WC-Anlagen saniert, eine schallgedämmte Decke eingezogen sowie Jalousien montiert werden.

Vizebürgermeister Josef Habeler (ÖVP) sagt dazu: „Der Modergeruch geht von der Kanalisation aus. Ein Raum, in dem sich ein Archiv befindet, ist auf der Außenseite und auch innen feucht. Es war ein Sachverständiger vor Ort, der versicherte, dass es sich nicht um Schimmel handelt. Falls Gefahr im Verzug ist, wird die Gemeinde die Schule sofort sanieren.“

Dietmar Rath ist empört: „Es war kein Sachverständiger dort, sondern nur ein Baumeister, der kann Schimmelpilze nicht feststellen. Es ist unglaublich, dass die mögliche Gefährdung der Kinder in Kauf genommen wird.“