Erstellt am 21. November 2012, 00:00

Monteur setzte Erste Hilfe-Maßnahmen. Beherzt / Der Schattendorfer Josef Pinter wirkt ehrenamlich beim Roten Kreuz mit. Bei einem Hausbesuch fand er eine reglose Frau vor.

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SCHATTENDORF/NEUDÖRFL / Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte der ehrenamtliche Monteur von Rufhilfegeräten, Josef Pinter aus Schattendorf, im Oktober. Bei einem Installationstermin für ein Rufhilfegerät rettete er einer Kundin durch richtige Erste Hilfe-Maßnahmen das Leben.

Eine 89-jährige Dame aus Neudörfl hatte ein Rufhilfegerät des Roten Kreuzes bestellt, das der ehrenamtliche Mitarbeiter installieren wollte. Schon am Telefon wies die Dame Pinter darauf hin, dass er „einfach ins Haus kommen könne, da die Tür offen sei“.

89-Jährige lag nicht  ansprechbar auf Couch

 

Diese Aussage sollte sich später als glückliche Fügung erweisen. Der Monteur betrat wie vereinbart das Haus. Dann ging alles sehr schnell. Josef Pinter fand die 89-jährige Frau in halb liegender Position auf dem Sofa nicht ansprechbar vor. Auf dem Couchtisch lag ein Blutzuckermessgerät, was sofort den Verdacht auf eine Blutzuckerentgleisung aufbrachte. Josef Pinter leistete umgehend Erste Hilfemaßnahmen und nahm eine fachgerechte Erstversorgung der Patientin vor. Weiters alarmierte er den Notarzt und betreute die Dame bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Das wenig später eintreffende Notarzt-Team führte die Versorgung weiter fort und brachte die Patientin ins Krankenhaus Wiener Neustadt. Mittlerweile ist sie auf dem Weg der Besserung und konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Angehöriger bedankte sich beim Retter 

 

Besonders freute sich der Lebensretter über den Anruf eines Angehörigen der Patientin, der sich für das beherzte Handeln des Ersthelfers herzlich bedankte. Ganz bescheiden gibt sich der ehrenamtliche Monteur selbst: „Ist doch gar nicht der Rede wert, das war doch eine Selbstverständlichkeit.“