Erstellt am 13. Juni 2012, 00:00

Morawitz-Heuriger: 2014 wird Schluss sein. AB- UND ZUGANG / Der Traditions-Heurige wird schließen, der ehemalige Katter-Buschenschank hat jedoch wieder aufgesperrt.

Von Niederösterreich ins Burgenland. Beim „Heurigen zum Wurlitzer“ von Grete Schützenhofer und Josef Holzer gibt‘s unter anderem Aufstrichbrote und G‘spritzte. Der Name stammt vom Beruf von Josef Holzer - er repariert Wurlitzer. VOGLER  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Für einen der Mattersburger Heurigen ist in eineinhalb Jahren Schluss: Josef und Gerti Morawitz in der Hauptstraße werden ihren Buschenschank nach dem kommenden Jahr nicht mehr weiterführen. „Mein Gatte ist bereits in Pension und ich werde 2014 auch in Pension gehen. Einen Nachfolger, der den Heurigen weiterführen wird, gibt es nicht“, berichtet Gerti Morawitz. Die Familie Morawitz hat vier Weingärten und hat rund fünfmal im Jahr geöffnet.

Der zweite Heurige, den es schon seit Jahren in der Bezirkshauptstadt gibt, wird noch länger bestehen. „Wir werden noch lange nicht aufhören, wir machen auf jeden Fall noch einige Jahre weiter“, sagt Senior-Chef Anton Weiss vom Heurigen Nussbaumer-Weiss, der noch der klassischen Heurigen-Kultur die Treue hält - dort gibt es keine warme Speisen (wofür auch eine Konzession nötig wäre). Der Heurige, er ist ebenfalls in der Haupstraße beheimatet, hat fünf bis sechsmal im Jahr jeweils zwei Wochen lang geöffnet. Die Heurigen-Kultur hat jedoch vergangenen Donnerstag Zuwachs an einem bekannten Schauplatz bekommen: Die aus Neunkirchen stammenden Wirte Grete Schützenhofer und Josef Holzer haben ihren „Heurigen zum Wurlitzer“ in der Mühlgasse 14 eröffnet, dort, wo bis vor einigen Jahren Maria und Josef Katter, Aufstrichbrote und G‘spritzte kredenzten.

Quereinsteiger in  der Mühlgasse

 

„Wir haben im Burgenland ein Haus gesucht. Als die Wahl auf jenes in Mattersburg fiel, haben uns Bekannte auf die Idee gebracht, dass wir einen Heurigen eröffnen könnten, zumal die Voraussetzungen schon gegeben waren“, berichtet Schützenhofer, die sich als Quereinsteigerin bezeichnet. Einen eigenen Weingarten besitzen die beiden keinen, geöffnet hat der neue Buschenschank jeweils von Mittwoch bis Sonntag ab 15 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab elf Uhr. Woher der Name „Heuriger zum Wurlitzer“ stammt? Josef Holzer repariert Wurlitzer und eines dieser Stücke dekoriert auch den Innenraum des Heurigen.