Erstellt am 31. Mai 2013, 15:51

Nach Frauenmord-Urteil: Anklägerin beruft. Im Prozess um die Ermordung einer 73-jährigen Pensionistin 2006 in Pöttsching (Bezirk Mattersburg) im Burgenland ist der 43-jährige Angeklagte am Montag in Eisenstadt zu 19 Jahren Haft verurteilt worden.

Gegen die Entscheidung machen nun beide Prozessparteien mobil: Staatsanwältin Petra Schweifer hat Strafberufung eingelegt. Verteidigerin Banu Kurtulan habe ebenfalls bereits angekündigt, Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde einzubringen, bestätigte am Freitag des Sprecher des Landesgerichts, Bernhard Kolonovits, einen Medienbericht.

Angeklagter bekannte sich vor Gericht nicht schuldig

Der vom Geschworenensenat gefällte Schuldspruch war mit fünf zu drei Stimmen erfolgt. Im Prozess hatte sich die Anklage vor allem auf die Auswertung von Teilen eines DNA-Profils gestützt. Die Verteidigung vertrat hingegen den Standpunkt, damit ließe sich keinesfalls eindeutig eine Täterschaft des 43-Jährigen nachweisen. Der Angeklagte, der bei der 73-jährigen Frau Gartenarbeiten durchgeführt hatte, bekannte sich vor Gericht nicht schuldig.

Die Staatsanwältin hatte im Prozess lebenslange Haft für den 43-Jährigen gefordert. Ihre Strafberufung sei bereits bei Gericht eingelangt, so Kolonovits. Von der Verteidigerin lag am Freitag zunächst noch kein entsprechendes Schreiben vor.