Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von NÖN Redaktion

Nach Streit bei U16-Spiel: Sperre für SVM-Kicker. SVM-Spieler fasste nach Attacke auf Leithaprodersdorfer Fußballer eine Sperre von 14 Spielen aus.

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Die Strafe gegen jenen U16-Spieler, der vor rund zwei Wochen bei dem Spiel SV Mattersburg gegen Leithaprodersdorf mit einem Leithaprodersdorfer Spieler in Streit geraten war (die BVZ berichtete, siehe unten) steht fest: Sperre für 14 Spiele.

Seitens des Burgenländischen Fußballverbands tagte der zuständige Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) bereits zum Thema. Obmann Erich Schöll bestätigte gegenüber der BVZ, dass der Hauptschuldige des SV Mattersburg eine Sperre von 14 Spielen ausfasste.

Somit dürfte er aller Voraussicht nach das komplette Jahr 2016 versäumen, was Pflichtspiele betrifft: „Ich bin mittlerweile die dritte Periode dabei – bislang ist mir so ein Fall noch nicht untergekommen. Aufgrund der Schwere des Vergehens haben wir eine Sperre über die Dauer von 14 Spielen ausgesprochen“, so Schöll.

Noch keine Anzeige bei Staatsanwaltschaft

Sportrechtlich ist das Urteil auch gültig – es wurde laut Schöll nicht dagegen berufen.

Für das Vergehen gibt es übrigens einen Strafrahmen von zwei bis 48 Spielen. „Weil der Spieler unbescholten ist, haben wir von einer höheren Sperre abgesehen“, so Schöll. Für den zweiten SVM-Akteur setzte es eine Sperre von drei Spielen. Schöll: „Die Begründung dafür ist ein Ellbogencheck.“

Übrigens: Strafbeglaubigt wurde die Begegnung mit 3:0 für den SV Mattersburg, da Leithaprodersdorf nach dem Vorfall abgetreten war, der Schiedsrichter die Partie aber fortsetzen wollte.

Sportlich ist der Vorfall abgehandelt, jetzt wird er strafrechtlich verfolgt: Die Anzeige wird an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Schließlich sind die Spieler mit 15 Jahren bereits strafmündig. „Noch ist die Anzeige aber nicht bei der Staatsanwaltschaft eingetroffen“, bestätigt Staatsanwaltschaftssprecher Roland Koch. Die Strafe kann laut Jurist von einer Verurteilung bishin zu einer Diversion reichen.