Neudörfl

Erstellt am 23. September 2016, 04:53

von Judith Jandrinitsch

Auch „Lehodi“ spüren die Macht der Tracht. Trachtenfeste boomen – auch die „Lehodi“ (der Lederhosen- und Dirndlverein in Neudörfl) tragen ihren Teil dazu bei, um Tracht populär zu machen.

Immer fesch und passend: Ganz in Tracht präsentieren sich die Mitglieder des Neudörfler Lederhosen- und Dirndlvereines; Thomas Maszlovits, Christa Schapfl, Markus Maszlovits, Anita Bascha, Philipp Lenzinger, Traude Hörandl, Markus Trenkwalder, Stefan Trenkwalder.  |  BVZ, Windbüchler

Seit ihrer Gründung 2008 sind die Mitglieder des Neudörfler Lederhosen- und Dirndlvereins aus dem gesellschaftlichen Leben des Ortes nicht mehr wegzudenken. Obmann Bernhard Götz erinnert sich an die Anfänge: „Die Idee, unseren Verein zu gründen, ist eigentlich auf einer Party entstanden. Wir beschlossen damals, mehr in Richtung Lederhosen machen zu wollen“.

Aus der Partyidee wurde rasch ernst. „Als wir 2008 mit den Lederhosen auf dem Dorffest unterwegs waren, war das noch etwas Ungewöhnliches. Doch dann wurde es immer mehr Trend, Tracht zu tragen. Jetzt ist es bei uns am Dorffest überhaupt nichts mehr Außergewöhnliches, Tracht zu tragen“, erzählt Götz.

Gelegenheit, um sich trachtig anzuziehen

Und auch sein Stellvertreter Phillip Lenzinger erzählt: „In den ersten Jahren haben wir ein Vereinsfest organisiert. Doch aufgrund der Auflagen bezüglich dieser Feste haben wir uns entschlossen, einen Ball zu organisieren.“ Dass gerade Trachtenbälle wie ein Magnet wirken, berichtet auch Bernhard Götz. „Mir haben im Vorjahr viele Ballgäste gesagt, einen normalen Ball würden sie nicht besuchen, einen Trachtenball hingegen schon.“

Auch Edith Kern-Riegler ist Mitglied des Vereines. „Natürlich bin ich Mitglied“, erzählt die Obfrau der Sozialstation Neudörfl. „Ich trage sehr gerne Tracht, am Dorffest war ich in Lederhosen und Trachtenbluse unterwegs.“

Was sie bedauert: „Es gibt leider viel zu wenig Anlässe, um Tracht zu tragen.“ Umso größer ist die Vorfreude auf das Erntedankfest, wo sie dann das Dirndl anziehen wird, und natürlich auf den Trachtenball am 1. Oktober im Martinihof. „Das schöne an Tracht ist, dass sie so wandelbar ist, so zeitlos und so gut zu kombinieren“, meint Kern-Riegler, die bei der heurigen Modeschau der Sozialstation auch Models in Tracht über den Laufsteg schicken wird.