Erstellt am 02. Juni 2017, 04:52

von Doris Fischer

Brand durch Zigarette: ASBÖ-Mitarbeiter rettete Ehepaar. Sandro Pojer zögerte nicht und half Ehepaar aus dem verrauchten Stiegenhaus - mit Rauchgasvergiftung im Spital.

Vorbildlich. Sandro Pojer sieht sich nicht als Held.  |  Privat

Drei Verletzte forderte ein Küchenbrand am vergangenen Sonntag. Auslöser für das Feuer in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses könnte laut Polizei ein Zigarettenstummel oder aber auch ein technischer Defekt gewesen sein. „Wir gehen von dem Zigarettenstummel aus“, heißt es aus der Landespolizeidirektion.

Weiters heißt es dazu, dass die Wohnung derzeit sehr stark in Mitleidenschaft gezogen ist. „Die Küche ist vollkommen abgebrannt und die Nebenräume sind verrußt“, ist von der Polizei zu erfahren.

Glück im Unglück hatten jedenfalls die Wohnungsbesitzer, ein älteres Ehepaar, 88 und 82 Jahre alt. Sie konnten von dem ehrenamtlichen Samariterbundmitarbeiter Sandro Pojer und einem zufällig anwesenden Feuerwehrmann aus Wiener Neustadt ins Freie gebracht werden. „Ich habe mit meiner Freundin gekocht, als ich ein Piepsen gehört habe. Als ich nachschauen gegangen bin, woher das Geräusch kommt, war das Stiegenhaus schon sehr stark verraucht“, schildert der Ersthelfer seine Eindrücke.

Während seine Freundin die Feuerwehr gerufen hat, ist der 20-Jährige mit dem Feuerwehrmann und einem weiteren Mieter, ausgerüstet mit drei Feuerwehrlöschern, aus dem Stiegenhaus, zu dem Ehepaar gegangen und hat sie in Sicherheit gebracht. Der Wiener Neustädter ist dann in die Wohnung und hat versucht, den Brand zu löschen. 42 Feuerwehrmänner aus Neudörfl löschten das Feuer.