Erstellt am 25. März 2015, 11:00

von Melanie Windbüchler

Rathauscafé sperrt zu. Nach 30 Jahren als Chefin des Rathauscafés tritt Irene Zenz am 27. März ihren Ruhestand an. Ob es einen Nachfolger für das Lokal geben wird, ist noch unklar.

Bei der Ausschank. Irene Zenz war gerne für ihre „Buam“, wie sie liebevoll ihre Stammgäste nennt, da.  |  NOEN

Das Rathauscafé, welches seit 30 Jahren von Irene Zenz betrieben wird, hat seine letzte Sperrstunde am 27. März. Grund für die Schließung ist die krankheitsbedingte Pensionierung der Wirtin. Bevor sie das Lokal in dem Gebäude übernahm, welches im Besitz ihrer Familie ist, befand sich in dem Gebäude eine Trafik. Danach war dort ein Zahnarzt selbstständig, bis dieser schloss und die Konditorei Hauer das Lokal übernahm.

Irene Zenz erzählte weiter: „Dann hatte es mein Vater an Peppi und Ingrid Appinger vermietet, welche das Lokal unter dem Namen Caféhaus Appinger neun Jahre lang führten. Währenddessen stockten wir das Gebäude auf und wohnen seither dort. So hatten wir es nie weit bis zur Arbeit, als wir das Lokal am 30. Oktober 1985 übernahmen“, so die Besitzerin lachend. Auf die Frage hin, was ihr am meisten fehlen wird, meinte sie: „Den Umgang mit den Leuten werde ich vermissen. Wir hatten immer sehr viel Spaß miteinander“, sagte die Cafébesitzerin und führt weiter fort: „Ich war immer für meine „Buam“ – so bezeichne ich meine Stammgäste – da, sie werden mir sehr fehlen.“

"Söhne wollen Café nicht weiterführen"

Das Rathauscafé ist aber nicht nur für seine gemütlich familiäre Atmosphäre bekannt, weshalb auch einige Vereine, wie der AHC Neudörfl oder der ASKÖ Wanderverein dort ihre Sitzungen abhielten. Auch ihr Brötchenservice war sehr beliebt: „Als wir damit anfingen, konnte man die Brötchen nur im Geschäft abholen. Jetzt verkaufen wir bis zu 28.000 Brötchen im Jahr und liefern sie auch aus“, so die baldige Pensionistin.

Auch ihre Vielfalt an angebotenen Toast’s brachte ihr viele Gäste ein. Mit ihrer Pensionierung kann sich Irene Zenz nun schonen, denn ihr macht seit langer Zeit ihr Knie zu schaffen. Ob jemand das Café übernehmen wird, ist noch nicht klar: „Wir müssen natürlich erst mal schließen, bevor wir es jemand Neuem weiter vermieten können. Meine Söhne möchten das Café nicht weiterführen, da sie gesehen haben, wie wenig Freizeit man als Besitzer eines Lokals hat. Aber damit habe ich kein Problem.“