Neudörfl

Erstellt am 21. April 2017, 05:34

von Judith Jandrinitsch

Rathausumbau schreitet voran: Größer, heller, weiter. Im neuen Sitzungssaal im 1. Stock werken bereits die Elektriker, Platzangebot für die Mitarbeiter ist ausreichend vorhanden.

Im neuen Sitzungssaal. Bürgermeister Dieter Posch rechnet mit der Fertigstellung des Rathausumbaus Ende April/Anfang Mai.  |  BVZ, JJ

Ein Rundumblick auf Neudörfl wird die Gemeinderäte bei zukünftigen Sitzungen hoffentlich nicht zu sehr von ihrer Konzentration auf die Tagesordnungspunkte ablenken. Denn genau dieser macht den neuen Sitzungssaal im 1. Stock Dank einer großzügigen Fensterfront so attraktiv.

Büros werden praktisch und übersichtlich

Über mangelnden Platz werden sich die Mitarbeiter auf jeden Fall nicht beschweren können. Anstelle des Sitzungssaales im Erdgeschoß kommen Büros und ein Abstellraum für Putzutensilien. Über Treppe oder Lift – dieser ist ein „Helferlein“, der den Rathausumbau barrierefrei macht – gelangt man in den ersten Stock.

Die Treppen sind schon provisorisch zu erkennen. Auch ein behindertengerechtes WC wird eingebaut. Zwar hat sich durch den Einspruch eines Miteigentümers der Wohngemeinschaft des Rathauskomplexes das Bauvorhaben um einige Monate verzögert, doch Bürgermeister Dieter Posch kann vor allem dem Ankauf der Wohnung des mit Klage drohenden Miteigentümers auch positive Seiten abgewinnen. „Wir haben schon vor Umbaubeginn eine Wohnung für die Erweiterung angekauft. Mit dem Kauf der zweiten Wohnung haben wir Platz genug, falls in ferner Zukunft das Rathaus noch einmal ausgebaut werden müsste“, erklärt der Bürgermeister.

„Im Grunde genommen ist das Ergebnis nicht unpraktisch für die Gemeinde“

Und auch die Räume der ehemaligen Polizei sind eine „Reservefläche, die wir jetzt nicht unbedingt brauchen“, hält Posch fest. Ein Teil der Räume der ehemaligen Polizeistation wird jetzt als Gemeindearchiv genutzt, der zweite Teil der Wohnung ist quasi die Notfallswohnung der Gemeinde, wo Menschen in Ausnahmesituationen kurzfristig ein Dach über dem Kopf finden können.

„Im Grunde genommen ist das Ergebnis nicht unpraktisch für die Gemeinde“, so Posch. Nicht unpraktisch für Menschen, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, wird die Rampe, die den barrierefreien Zugang zum Rathaus erst möglich macht. Schrägparker am Vorplatz vor dem Rathaus sollen Stellflächen für Autos schaffen, deren Fahrer einen kurzen Amtsweg haben. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde auch die Ausstattung drei neuer Büros und des Sitzungssaales mit Neudörfler Büromöbeln beschlossen. Kostenpunkt: 50.000 Euro.