Erstellt am 05. August 2015, 05:56

von Josef Kleinrath, Mathias Schranz und Richard Vogler

Neue Erkenntnisse: Softgun-Schütze auch in Neudörfl. Jener Täter, der in Wiener Neustadt herumballerte, traf einen Tag davor in Neudörfl mit der Waffe ein Mädchen.

Die Täter schossen mit Softgunpistolen auf mehrere Personen in Niederösterreich und im Burgenland. Foto: Symbol/zVg  |  NOEN, Symbol/zVg
Was in der Vorwoche in Wiener Neustadt für große Aufregung gesorgt hat, zieht nun auch im Bezirk Mattersburg große Aufmerksamkeit auf sich – in Neudörfl wurde ein Mädchen Opfer einer Softgunattacke, wie nun bekannt wurde.

Insgesamt fünf Schussangriffe der Gruppe

Zur Vorgeschichte: Vier Burschen fahren mit einem Kastenwagen zur Arena Nova in Wiener Neustadt, schießen dort auf Flüchtlinge. Diese werden schwer verletzt, die Burschen werden festgenommen, allerdings wird keine Untersuchungshaft verhängt.

Ursprünglich war ein rassistisch motivierter Übergriff hinter dem Attentat vermutet worden – die Burschen sollen auch zugegeben haben, dass sie aus Ärger über die Flüchtlinge dort nach Opfern gesucht haben.

Allerdings hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die mutmaßlichen Täter schon zuvor mit ihren Softguns auf Menschen geschossen haben. Bekannt war bislang der Angriff auf einen Mopedfahrer  in der Civitas Nova – dessen Angaben sollen letztlich auch zur Ausforschung der Täter geführt haben.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt bestätigt, dass es insgesamt fünf Schussangriffe der mutmaßlichen Tätergruppe gegeben hat. Jene zwei in der Civitas Nova, ein weiterer in der Nähe der Civitas Nova sowie ein Angriff in Neudörfl auf eine Mädchengruppe.

Mädchen wurde am Rücken leicht verletzt

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren drei jungen Neudörflerinnen gerade dabei, das Haus zu verlassen und sich zum Auto zu begeben, als der Täter aus dem Auto heraus mit seiner Softgun schoss – eines der Mädchen wurde dabei am Rücken leicht verletzt.

Die Angriffe wurden offenbar erst angezeigt, nachdem der Vorfall mit den Flüchtlingen in Wiener Neustadt so hohe Wellen geschlagen hat. Gesprächsthema ist der Fall nach wie vor bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wiener Neustadt – einer der Täter war ja bis zum bekanntwerden des Vorfalls Mitglied.

Er wurde mit sofortiger Wirkung von der Feuerwehr ausgeschlossen. Warum er die Tat begangen hat, ist ein Rätsel. Ebenfalls bekannt wurde in der Vorwoche, dass gegen einen der Burschen ein aufrechtes Waffenverbot besteht.