Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

Neuer Fußballplatz für Kurort nun auf Schiene. GRUNDSTÜCKS-VERTRÄGE ABGESEGENT / Die geplante Sportanlage in Bad Sauerbrunn soll bis Ende 2014 umgesetzt sein.

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VON RICHARD VOGLER

BAD SAUERBRUNN / Der SC Bad Sauerbrunn kann aufatmen: Nach mehreren Jahren der Suche nach einem neuen Sportareal sind die ersten konkreten Schritte mit dem Areal vis-a-vis des Friedhofs in die Wege geleitet. Mit den Grundstückseigentümern ist man sich einig und der Gemeinderat segnete bei der Sitzung die Tauschverträge ab. Der genaue Zeitplan für die 20.368 Quadratemter große Sportanlage ist noch offen, dennoch gibt es ein Ziel, das man sich gesteckt hat: „Wir haben uns mit 1. Dezember 2014 die Frist gesetzt.“, berichtete Bürgermeister Gerhard Hutter (Liste Bad Sauerbrunn) bei der Gemeinderatssitzung.

Ein Teil des Grundstückes liegt am Hotter der Nachbargemeinde. Die Gemeinde Pöttsching fasste ebenso vergangene Woche den Grundsatzbeschluss, den Teil von Grün- in Bauland umzuwidmen.

SPÖ brachte eine  Alternativvariante ein

 

Bei der Gemeinderatssitzung brachte SPÖ-Vizebürgermeister Franz Stagl eine zweite Variante auf den Tisch: Ein Grundstück unterhalb des geplanten Areals. „Dort gibt es drei Eigentümer. Mit zwei habe ich bereits gesprochen. Beim dritten war ich in Wien, er war jedoch nicht anzutreffen.“ Stagl verwies auf die Anrainer des geplanten Standortes, die „dann dem Lärm nicht ausgesetzt wären“ und die Möglichkeit, das Areal billiger zu bekommen. Was heftige Diskussionen auslöste, denn Personen aller drei Parteien sind privat involviert: Die LIBS-Gemeinderäte Harald Grauszer und Werner Kern sind zwei der vier Personen, auf deren Grundstücken der neue Sportplatz entstehen soll, im Gegenzug erhalten sie jenes Bauland, auf dem sich zur Zeit noch der Sportplatz des SC Bad Sauerbrunn befindet. Und der ehemalige SPÖ-Gemeinderat Johann Fossler und ÖVP-Gemeinderat Stefan Haas sind die betroffenen Anrainer, neben deren Häusern der Sportplatz gebaut werden soll. Vor allem Haas trat vehement gegen den Neubau am geplanten Standort auf: „Es gibt Mittel und Wege, dem Sportverein das Leben schwer zu machen“, so Haas bei der Sitzung. Schlussendlich einigte man sich darauf, die Verträge unterfertigen zu lassen mit einer Klausel: Sollte bis Ende des Jahres ein weiterer konkreter Vorschalg einlangen, so wird sich der Gemeinderat der Sache noch einmal annehmen.