Erstellt am 01. April 2015, 08:02

von Michael Kremser

Neues KUZ in Mattersburg kostet rund acht Millionen. Vergangene Woche hat die Landesregierung den Antrag der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs beschlossen.

Bis zum Sommer sollen Sanierungspläne fixiert sein.  |  NOEN, Richard Vogler

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Neupositionierung des Mattersburger Kulturzentrums wurde nun von Seiten der Landesregierung gesetzt – bei der Landtagssitzung vergangener Woche wurde die Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs nun offiziell besiegelt. Als Nettobaukostenrahmen sind 8,078 Millionen Euro vorgesehen.

Kulturlandesrat Helmut Bieler spricht von einem „weiteren Meilenstein für das KUZ Mattersburg“, und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits sieht darin einen „wichtigen Impuls für die gesamte Region.“ Beide betonten auch, dass der vereinbarte Fahrplan zur Planung und Umsetzung des Projektes eingehalten werde – noch vor dem Sommer soll eine Entscheidung gefällt werden.

Auf Basis eines breit diskutierten Positionspapiers und eines Raum- und Funktionsprogrammes wurde die Ausschreibung nun beschlossen. Der Entscheidung folgt ein Wettbewerb im zweistufigen Verfahren mit EU-weiter Bekanntmachung. Grundlage für die Ausschreibung stellt eine Machbarkeitsstudie – vom Land in Auftrag gegeben – dar.

„Das große Interesse der Bevölkerung an der Neupositionierung des Kulturzentrums Mattersburg hat die enorme Bedeutung dieser Institution gezeigt. Es freut mich besonders, dass die Bedürfnisse des Kulturzentrums, des Literaturhauses Mattersburg und der Volkshochschule sowie die Anliegen der Stadtgemeinde Mattersburg und der Bürgerinitiative in das Raum- und Nutzungskonzept eingeflossen sind“, hält Landesrat Bieler fest.

Kritik kommt von  Grünen und Initiative

Dennoch kommt von den Grünen und der unabhängigen Bürgerinitiative „Rettet das KUZ“ Kritik – diese sehen in den bislang präsentierten Plänen zu wenig Erhalt der bestehenden Bausubstanz, was mitunter eine der größten Forderungen war.

Aus dem Büro des zuständigen Landesrates hieß es diesbezüglich, dass die Machbarkeitsstudie beziehungsweise die Skizzen zum Projekt, keinen Plan für die Neugestaltung darstellen, die Umsetzung und Gestaltung des Gebäudes obliegt den jeweiligen Architekten, die beim Wettbewerb teilnehmen.

„Mit dem Beschluss in der Landesregierung sei sichergestellt, dass die Modernisierung des KUZ Mattersburg unter Wahrung wesentlicher Merkmale des Gründungsbaus erfolgt. Die gesamte Region werde profitieren“, ist Christian Illedits überzeugt: „Bei dieser Lösung gibt es nur Gewinner. Das KUZ wird als Standort langfristig abgesichert und als Veranstaltungszentrum sogar massiv aufgewertet.“