Erstellt am 31. August 2011, 00:00

New York: Der Hurrikan war „halb so schlimm“. ORKAN „IRENE“ / Einige Burgenländer weilen in New York. Der Tenor: Die ganze Situation wurde „überspitzt“ dargestellt.

Christian Kodydek: „Die Stadt New York ist ziemlich verschont geblieben.  |  NOEN
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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / NEW YORK / Der Hurrikan „Irene“ machte weltweit Schlagzeilen – auch einige Personen aus dem Bezirk Mattersburg weilten zu diesem Zeitpunkt in New York. Der Tenor: Die ganze Situation wurde zu dramatisch dargestellt.

Einer unserer Informanten ist der Schattendorfer Christian Kodydek, der drei Monate bei seiner Freundin, der Eisenstädter Sportreporterin Katharina Krutisch, weilt. „Ich wurde zum Glück nicht evakuiert, weil wir auf der Upper West Side wohnen, der nicht gefährlichen Zone. New York ist ziemlich verschont geblieben.“

Holger Hanbauer bei „World  Fire and Policy Games“

Der Mattersburger Holger Hanbauer nimmt an den „World Fire and Policy Games“ beim Judowettbewerb teil. „Am Samstag gegen 14 Uhr kamen stoßweise starke Regenschauer, aber auch nichts Außergewöhnliches. Im Financial District beginnen die Shop-Mitarbeiter schön langsam ihre Geschäfte mit Sandsäcken und Holztafeln abzudichten. Ich habe heute mit einem Einwohner im Stadtteil Chelsea gesprochen und gefragt, wie sie die momentane Lage sehen. ‚Warum sollen wir Angst haben?‘ war seine Antwort und das Coole daran war auch noch, dass uns der nette Herr ins Gesicht lächelte“, berichtet Hanbauer, der weiter ausführt: „Fakt ist, dass es absolut nicht so hektisch zuging wie in den österreichischen Medien berichtet wird. Lediglich im Financial District fanden wir heute leere Straßen vor, aber der Times Square war mit Menschenmassen gefüllt.“

Am Sonntag fuhr Hanbauer mit dem Taxi zum „Hot Spot“, dem Battery Park. „Dort angekommen, trauten wir unseren Augen nicht. Wir rechneten mit Überschwemmungen, Hektik und leeren Straßen. Vorgefunden haben wir Fernsehsender wie CNN und NBC, welche durch ihre Gesten erkennbar vermutlich höchstdramatisch über die Lage rund um New York berichteten, und alles andere als eine Überschwemmung (siehe Foto - Reporter vor Ort). Hier ist alles halb so schlimm, es wird einfach übertrieben.“

Die Hirmerin Claudia Sinko nimmt mit ihrem Volleyballteam ebenfalls an den „World Fire and Policy Games“ teil. „Wir mussten Samstag und Sonntag in unserem Hotel in New Jersey bleiben. Davor haben wir uns noch mit Lebensmittels und Getränken in einem Supermarkt eingedeckt.“

„Vor den Hauseingängen wurden Sandsäcke aufgestellt weil wir direkt neben dem Hudson River liegen und zu befürchten war, dass es zu Hochwasser kommt. Im Endeffekt war nicht wirklich etwas Dramatisches. Starker Wind und Regen, so wie wir „es in Österreich auch kennen“, so Sinko.

Wie es mit den Wettkämpfen weitergeht, ist noch offen. Am Montagabend stand noch nicht fest, wann der Judo- und der Volleyballwettbewerb stattfindet.

Im Regen. „Hier ist alles halb so schlimm, es wird einfach übertrieben“, so Holger Hanbauer, der bei den „World fire and policy games“ antritt.