Erstellt am 05. Juni 2013, 00:00

ÖBB-Bahnhof: Verkaufsstelle bleibt. Keine Schließungspläne mehr / Nach Intervention von Bürgermeisterin Ingrid Salamon wird der Plan von der ÖBB nicht umgesetzt.

Unverändertes Service. Auch nach dem 28. Juni wird man beim Mattersburger Bahnhof Fahrkarten bei der personell besetzten Verkaufsstelle erstehen können.Richard Vogler  |  NOEN, Richard Vogler
Von Richard Vogler

MATTERSBURG / Die Pläne der ÖBB, wonach es beim Mattersburger Hauptbahnhof nur mehr einen Fahrkartenautomaten geben wird, sind ad acta gelegt: Die personell besetzte Verkaufsstelle bleibt weiter bestehen. Im Konkreten war vorgesehen, dass „mit 28. Juni der Fahrkartenschalter in Mattersburg aufgelassen wird. Vor allem für die älteren Personen wäre dies unzumutbar gewesen“, berichtet Heinz Posch, Betriebsratsvorsitzender der ÖBB.

Dass der direkte Kontakt zu den Menschen in Mattersburg erhalten bleibt, dies hat SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon in die Wege geleitet. „Wir haben von diesem Vorhaben der ÖBB gehört und mit den zuständigen Personen Kontakt aufgenommen. Wir konnten sie davon überzeugen, diese Pläne zu verwerfen“, so Salamon, die weiter ausführt: „Vor allem für ältere Menschen, die sich mit der Handhabung von Automaten schwer tun, ist es sehr wichtig, wenn die Kasse weiter besetzt ist.“

„In Mattersburg bleibt alles unverändert"

Von Seiten der ÖBB wird dies bestätigt. Das Gespräch gab es mit Helmut Wolf (Regionalmanagement Ostregion, Leiter Markt): „Es stimmt, in Mattersburg bleibt alles unverändert. Mattersburg ist eine Bezirkshauptstadt und dieses Service wird dort auch weiter bestehen bleiben. In Österreich gibt es rund 90 Kassen, zwei Drittel davon sollen aufgelassen werden. Im Burgenland sind neben dem Mattersburger noch jene in Eisenstadt, Neusiedl und Wulkaprodersdorf personell besetzt, für Neusiedl gibt es Schließungspläne.

Auch im Bereich der Infrastruktur gibt es Pläne am Mattersburger Bahnhof und es sollen Parkplätze geschaffen werden. Drei Varianten – dabei auch die Schaffung eines Parkdecks – werden angedacht, eine Entscheidung in dieser Sache gibt es laut ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif noch keine.