Erstellt am 24. Juni 2015, 06:41

von Christopher Ivanschitz

ÖBB: Wieder nur ein Waggon zur Verfügung. In der vergangenen Woche machte erneut nur ein Wagen nach Wr. Neustadt Halt – Gemüter erhitzen sich.

In der letzten Woche herrschte wieder Chaos in den Zügen Foto: privat  |  NOEN, privat

Nachdem das Zugproblem im Bezirk rund um die ÖBB geklärt schien, stellten die Bundesbahnen auf der Strecke von Sopron nach Wiener Neustadt Montag und Mittwoch vergangener Woche wieder nur einen Waggon zur Verfügung – dies brachte einige Betroffene erneut in Aufruhr.

Zu Jahresbeginn sorgte diese Waggonproblematik bereits für reichlich Gesprächsstoff – die BVZ hatte berichtet:



Schüler konnten aufgrund der überfüllten Wagen teilweise nicht mehr zusteigen und mussten von ihren Eltern zur Schule gebracht werden. Ein Nicht-Anhalten des Zuges bei so manchen Zustiegsstellen war ebenfalls kein Einzelfall.

Lösung wurde umgesetzt - bis vor Kurzem

Nach zahlreichen Protesten der betroffenen Pendler meldeten sich damals SPÖ-Klubobmann Christian Illedits sowie auch Landeshauptmann Hans Niessl zu Wort und stellten die Verantwortlichen der Bundesbahnen zur Rede. Daraufhin versprach ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern eine nachhaltige Lösung, prompt wurde auch ein zweiter Wagen zur Verfügung gestellt und die Gemüter beruhigten sich – bis vor Kurzem.

In der vergangenen Woche machte wieder lediglich ein Waggon auf dieser Strecke Halt, der logische Platzmangel erzürnte die betroffenen Pendler.

„Nachdem die ÖBB endlich das Problem einsah und reagierte, dachte ich mir, dass eine beständige Lösung gefunden wurde. Umso größer ist nun der Ärger, dass es wieder nicht funktioniert“, so der Bad Sauerbrunner Steuerberater Gernot Engel, dessen Kind ebenfalls betroffen ist, und führte weiter aus: „Seit vergangenem Montag stand den Schülern wieder nur ein Wagen zur Verfügung. Jetzt sind die Wahlen vorbei und prompt klappt es nicht mehr.“

ÖBB sind keine Beschwerden bekannt

Auch eine betroffene Schülerin aus Schwarzenbach, die diese Linie verwendet, machte nach dem Vorkommnissen der letzten Tage ihrem Ärger Luft: „Es ist sehr unangenehm, in einem überfüllten Zug eine solche Strecke zurückzulegen. Man kann sich anscheinend nicht darauf verlassen, dass genügen Platz für die Passagiere vorhanden ist.“

Die ÖBB bestätigte, dass in der vergangenen Woche teilweise keine zwei Garnituren geführt wurden, von einer Überfrequenz bzw. von Kundenbeschwerden sei bei den Bundesbahnen jedoch nichts bekannt geworden: „Montags und mittwochs wurde dieses Zugpaar nur mit einem Triebwagen geführt. Da dieses planmäßig mit Triebwagen gebildet wird, und der zuständige Wageneinsatzleiter keine Vormeldung der ROeEE erhielt, konnten in diesen Fällen keine Maßnahmen ergriffen werden“, so ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif abschließend.

Beim designierte Landtagspräsidenten Christian Illedits seien bis dato noch keine Beschwerden eingelangt, sollte dies der Fall sein, werde man sich dem Problem erneut annehmen.