Erstellt am 11. Februar 2015, 09:51

von Christopher Ivanschitz

Zugproblem vor Lösung. Nachdem die Kritik immer lauter wurde, schaltete sich Landeshauptmann Hans Niessl ein - die ÖBB reagierte und verspricht ab nächster Woche einen zweiten Waggon.

Bereits im November versprach die ÖBB eine Besserung. Nun bekräftigte man eine nachhaltige Lösung.  |  NOEN, privat

Die Situation rund um die Waggon-Problematik der ÖBB sorgte in letzter Zeit im Bezirk, vor allem in der Gemeinde Bad Sauerbrunn, für gehörigen Gesprächsstoff. Immer wieder beklagten Schüler und Pendler überfüllte Züge, einige Kinder konnten teilweise nicht einmal zusteigen und mussten des Öfteren von ihren Eltern zur Schule gebracht werden. Schließlich stellte sich heraus, dass die ÖBB auf dieser Strecke nach Wr. Neustadt Ersatzgarnituren einsetzte, welche dann fallweise abgezogen und die Züge daher nur einfach geführt wurden.

ÖBB verspricht doppelte Garnitur

Wie bereits berichtet, schaltete sich SPÖ-Klubobmann Christian Illedits ein und forderte schließlich eine rasche Lösung seitens der ÖBB. Diese versprach damals zwar eine rasche Besserung, konnten aber keine andauernde Lösung bieten, woraufhin der Ärger der Betroffenen immer größer wurde. Nun wurde auch Landeshauptmann Hans Niessl hellhörig und setzte sich mit diesem Problem auseinander. Nach Gesprächen mit dem ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Christian Kern soll nun eine nachhaltige Lösung gefunden worden sein.

„Von Seiten der ÖBB wurde zugesagt, dass die betreffende Route mit Beginn der übernächsten Woche ständig mit doppelter Kapazität geführt wird. Platzprobleme im Zug oder sogar ein Durchfahren durch Haltestellen, weil der Zug überfüllt ist, müssten dann der Vergangenheit angehören“, erklärte Illedits. Auch Hans Niessl zeigte sich nach der Aussprache mit den Bundesbahnen zufrieden: „Damit stehen ausreichende Platzkapazitäten auf dieser von Pendlern und Schülern stark genutzten Morgenverbindung zur Verfügung“, betonte Burgenlands Landeshauptmann, der sich nach dem Treffen zufrieden zeigte.

Land erwartet adäquaten Komfort

Ein optimales Qualitätsangebot im öffentlichen Personenverkehr habe für das Land Burgenland außerdem höchste Priorität: „Das Land finanziert dieses Angebot mit und erwartet daher, dass die Fahrtgäste mit angemessenem Komfort an ihr Ziel kommen“, unterstrich Niessl abschließend.

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