Erstellt am 15. Juli 2015, 10:21

von Richard Vogler

Aufatmen bei Kroiss. Geht es nach dem Stadtpfarrer, so ist die Fortführung von "2getthere" und dem Projekt "work2getthere" gesichert.

Günther Kroiss: "Mit den zuständigen Stellen des Landes gab es nun konstruktive Gespräche."  |  NOEN, Vogler

Stadtpfarrer Günther Kroiss ließ vergangene Woche seinen Unmut freien Lauf und berichtete von zugesagten Fördermitteln für „das Jobprojekt „work2getthere“ und den Verein „2getthere“, die noch immer auf sich warten lassen. Nun gibt er Entwarnung, die Weiterführung der Projekte ist gesichert. Sein Unmut richtete sich vor allem bezüglich der Vorgangsweise beim Projekt „work2getthere“. „Mitte Mai war die Pressekonferenz, wo zugesagt wurde, dass in den kommenden Wochen die Projekte realisiert werden sollen“, berichtete Kroiss, um darauf hinzuweisen, dass Anfang Juli von Seiten der Förderstelle des Landes festgehalten wurde, dass „aufgrund der Wahlen nichts geht.“

30.000 Euro an Fördermitteln offen

Dabei handelt es sich um 30.000 Euro an Fördergeldern für das 56.000 Euro teure Projekt. Der mediale Wirbel dürfte jedoch gefruchtet haben. Kurz nachdem dies bekannt wurde, gab es zahlreiche Spenden und auch mit dem Land scheint eine Einigung erzielt worden zu sein. „In den vergangenen Tagen konnte ich mit den zuständigen Stellen des Landes sehr konstruktive Gespräche bezüglich der zugesagten Mittel für „2getthere“ führen. Damit können wir unser Jobprojekt „work2getthere“ weiterführen.

In der letzten Juliwoche wird es einen Leistungsbericht und Finanzbericht von „2getthere“ über das vergangene Schuljahr geben, damit die Spenden, Steuergelder und Benefizveranstaltungen den Leistungen gegenübergestellt werden können“, hält Kroiss fest.

Von Seiten der Stadtgemeinde gibt es für „2getthere“ 20.000 Euro Förderung – diese Summe steht für heuer noch aus. Kroiss hält fest, dass dies „2014 im ersten Halbjahr ausbezahlt wurde, das ist hingegen nicht das große Problem“. Dennoch gibt es rund um diese Zuweisung einen Politstreit. ÖVP-Vize Michael Ulrich fordert „Bürgermeisterin Salamon auf, dieses Geld rasch zu überweisen. Wir werden dies bei der Gemeinderatssitzung (Anm.: Mittwoch dieser Woche) vorziehen. Die Stadtgemeinde erspart sich mit der finanziellen Unterstützung eine eigenen städtischen Jugendraum.“

"Überweisung immer in zweiter Jahreshälfte"

Die Mattersburger Ortschefin Ingrid Salamon entgegnet, dass „ich keinen Grund sehe, auf dem Rücken des Vereins politische Spielchen auszutragen. Der Verein „2getthere“ leistet tolle Arbeit, die wir seit Jahren intensiv unterstützen. Wir haben unsere jährliche Finanzierung von 20.000 Euro immer in der zweiten Jahreshälfte überwiesen.“ Von der Förderstelle der Burgenländischen Landesregierung will man „zu laufenden Verfahren bei Förderansuchen keine Auskunft geben, da dies unter Amtsverschwiegenheit fällt.“


Infos

  • Verein „2getthere“: Der Verein wurde von Kroiss vor 15 Jahren gegründet. Dort werden Kinder und Jugendliche in schwierigen Zeiten betreut. In den letzten sechs Monaten waren es 80 Kinder mit 1303 Nachhilfestunden, Beratung und Betreuung.

  • Jobprojekt work2getthere: Eine Initiative durch den Verein „2getthere“, bei dem Jugendichen eine Arbeitsmöglichkeit geboten wird – im konkreten werden Möbel hergestellt.

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