Erstellt am 08. Juli 2015, 10:31

von Richard Vogler

Verein "2getthere": Hilferuf von Kroiss. Geht es nach Pfarrer und "2getthere"-Initiator Günther Kroiss, so fehlen noch 62.000 Euro an Fördergeldern.

Günther Kroiss: Wir warten seit Wochen auf zugesagte öffentliche Gelder."  |  NOEN, Richard Vogler

Über die Internetplattform „facebook“ startete der Mattersburger Stadtpfarrer Günther Kroiss einen Hilferuf für „2getthere“.

„Der Verein betreut seit 15 Jahren in Mattersburg Kinder und Jugendliche in schwierigen Zeiten. Allein in den letzten sechs Monaten waren es 80 Kinder mit 1303 Nachhilfestunden, Beratung und Betreuung. Dazu kommen Soforthilfe und die Bereitstellung von Wohnungen gegen Jugendobdachlosigkeit. Das kostete den Verein im ersten Halbjahr 62.000 Euro. Dieses Geld wurde durch Sponsoren, Benefizkabarett und Spenden lukriert. Kein Euro Steuermittel!“, schreibt Kroiss, um weiter auszuführen: „Nun warten wir seit Wochen auf zugesagte öffentliche Gelder, die uns über den Sommer bringen. ‚2getthere‘ wird nur zu 25 Prozent öffentlich finanziert“.

"62.000 Euro sind offen"

Im Gespräch mit der BVZ geht Kroiss ins Detail: „Unterm Strich sind 62.000 Euro offen. Für das Beschäftigungsprojekt ‚171 Ideen‘ fehlen 30.000 Euro. 20.000 Euro von der Stadtgemeinde, 7.000 Euro an Bedarfszuweisungen und 5.000 Euro von der Sozialabteilung.“

Woran es im Konkreten hakt? „Von den einzelnen Stellen steht das Geld bereit. Bei der Förderabteilung des Landes, von welcher die Zahlungen genehmigt werden müssen, geht jedoch nichts weiter. Das Argument nicht zu zahlen sind die Wahlen im Mai 2015. Ich habe die Auskunft bekommen, dass derzeit nichts geht.“

Keine Stellungnahme bis Redaktionsschluss

Die BVZ fragte bei der Abteilung 6 Referat Förderwesen um eine Stellungnahme an – bis Redaktionsschluss erhielt man keine Antwort. SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon verweist darauf, dass „die Angelobung der neuen Landesregierung noch dauert – aus diesem Grund gibt es diese Verzögerung.“

Betreffend der 30.000 Euro für das Projekt „171 Ideen“ hält Salamon fest, dass dies die Gesamtsumme sei, von der Kroiss spricht. Davon würde nur ein Teil gefördert.

Zu den Förderungen von Seiten der Stadtgemeinde klärt sie auf, dass „die 20.000 Euro nicht über das Land Burgenland laufen. Vereinsförderungen werden bei uns jedoch immer erst in der zweiten Jahreshälfte ausgezahlt.“ Kroiss hofft indessen auf Spendengeldern - unter 2getthere Burgenland.