Erstellt am 17. Oktober 2012, 00:00

„Pasteka“: Aus mit Ende des Jahres. TRADITIONSWIRTSHAUS / Der Forchtensteiner „Gasthof zur alten Mühle“ von Uli Heger hat am 31. Dezember zum letzten Mal geöffnet.

Nur mehr wenige Wochen geöffnet. Nach einem neuen Pächter für das Wirtshaus hat man sich noch nicht umgesehen.Richard Vogler  |  NOEN
Von Richard Vogler

FORCHTENSTEIN / Die Wirtshausszene im Bezirk Mattersburg wird - findet sich kein Nachfolger - ab nächstem Jahr um ein Lokal ärmer sein: Das „Gasthaus zur Alten Mühle“, seit Jahrzehnten unter „Pasteka“ bekannt, schließt per 31. Dezember 2012 seine Pforten. Die Gasthaus ist ein Familienbetrieb, vor vier Jahren übernahm Ulli Heger das Lokal von ihrer Mutter. Warum der Betrieb einstellt wird? „Aus privaten Gründen“, so Uli Heger. Ob es einen Nachfolger gibt, steht noch in den Sternen. „Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Wir ziehen natürlich in Erwägung, das Gasthaus zu vermieten oder zu verkaufen.“

Die Bürgermeisterin der Burggemeinde, Riki Reismüller, zeigt sich „betrübt, dass das Traditionswirtshaus mit Ende des Jahres zusperrt.“

In Forchtenstein ist der „Pasteka“ nicht das einzige Gasthaus, das in letzter Zeit zusperren musste. Wirtin Lore Schreiner, die ihr Gasthaus 1977 von den Eltern übernahm, ging mit 1. Februar 2012 in Pension. Helmut Karner (er führt die „Hacienda“ in Mattersburg) übernahm es, sperrte nach drei Monaten jedoch wieder zu. Nun hat die „Schreiner Lore“ nur mehr für private Feiern geöffnet. Das Forchtensteiner Gasthaus „Daskalakis-Sauerzapf“ hat zwar noch geöffnet, dies jedoch nur an Samstagen und Sonntagen. Die „Kukuruz-Stub‘n“ hat noch regelmäßig geöffnet. In Mattersburg hatte das Bahnhofsrestaurant Ende September zum letzten Mal geöffnet, „Motz“ und Maria Gerdenitsch gingen in Pension. Ein neuer Pächter konnte nicht gefunden werden. Die Kosten für die Umbauarbeiten wären zu groß gewesen.