Erstellt am 26. November 2013, 11:28

Pensionistin 2006 ermordet: Urteil rechtskräftig. Im Sommer 2006 war in Pöttsching (Bezirk Mattersburg) eine 73-jährige Pensionistin ermordet worden. Im Mai dieses Jahres wurde ein 43-Jähriger, der bei der Frau Gartenarbeiten verrichtet hatte, in Eisenstadt zu 19 Jahren Haft verurteilt.

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Mittlerweile hat der Oberste Gerichtshof (OGH) das Urteil bestätigt. Es ist somit rechtskräftig.
"Die Nichtigkeitsberufung wurde verworfen", bestätigte der Vizepräsident des Landesgerichts, Bernhard Kolonovits am Dienstag. Lediglich beim Strafausmaß wurde auf ein schon früher ergangenes Urteil Bedacht genommen und die Haftstrafe mit 18 Jahren und sechs Monaten festgesetzt.

Die 73-jährige Frau war im Juli 2006 in ihrem Haus in Pöttsching brutal ermordet worden. Der Täter hatte laut den Ausführungen der Sachverständigen mehrmals auf die Frau eingestochen. Schließlich wurde der Pensionistin der Hals nach hinten überstreckt und ihr die Kehle durchgeschnitten. Kriminalpsychologe Thomas Müller meinte damals, der Halsschnitt sei als "Overkill" einzustufen. Bei der Tat müsse "sehr viel Aggression vorgelegen haben".

Der 43-Jährige hatte während des Prozesses seine Unschuld beteuert. Die Staatsanwaltschaft stützte ihre Beweisführung vor allem auf Teile eines DNA-Profils, das am Opfer sichergestellt worden war. Dabei habe es sich um "keine vollständige DNA" gehandelt, aber um eine identifizierbare Spur , die der Angeklagte in seinen Genen trage, führte Anklägerin Petra Schweifer im Prozess aus. Verteidigerin Banu Kurtulan stellte hingegen fest, das gefundene Profil habe "keine Beweiskraft" und legte die nun vom OGH abgewiesenen Rechtsmittel ein.