Erstellt am 19. August 2015, 08:55

von Michael Kremser

Pfarre brachte Asylwerber unter. Eine Familie aus Syrien wurde im Kurort in den Räumlichkeiten der Pfarre einquartiert diese wurden eigens dafür adaptiert.

Die katholische Pfarre in Bad Sauerbrunn betreut derzeit eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie aus Syrien. Für weitere fehlt es derzeit aber an Räumlichkeiten.  |  NOEN, Pfarre

Derzeit ist man in den Pfarren des Landes von Seiten der Diözese eifrig auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, um Asylwerber unterbringen zu können. Vor Kurzem wurde man nun in Bad Sauerbrunn fündig.

Dort lebt seit Ende Juli eine fünfköpfige Asylwerberfamilie aus Syrien. „Als man an uns herangetreten ist, haben wir nicht lange gezögert“, weiß Susanna Rathmanner, Pfarrmitarbeiterin in Bad Sauerbrunn zu berichten.

Doch dies war zunächst nicht einfach – erst das Engagement freiwilliger Helfer machte die Unterbringung der Flüchtlinge möglich. „Wir hatten zwar im Pfarrhaus leerstehende Räumlichkeiten, diese waren allerdings nicht adäquat – es mussten erst Strom und Wasser verlegt, und einige Sanierungsarbeiten erledigt werden, da haben einige Leute zusammengeholfen“, führt Rathmanner weiter aus.

17 ehrenamtlich Helfer betreuen die Flüchtlinge

Mittlerweile kümmern sich 17 Helfer ehrenamtlich um die Betreuung der Flüchtlinge. „Die Familie wollte von Anfang an möglichst rasch Deutsch lernen und wird seit ihrer Ankunft bei uns dahingehend geschult, sie haben sich auch mittlerweile sehr gut eingelebt und werden auch im Ort super integriert – auch die Gemeinde Bad Sauerbrunn half kräftig mit“, so die Pfarrmitarbeiterin.

„Als wir gehört haben, dass man bei uns im Ort eine Möglichkeit schaffen könnte, zumindest ein paar Asylwerber aufnehmen zu können, haben wir natürlich sofort unsere Unterstützung zugesichert“, berichtet Bürgermeister Gerhard Hutter. Finanziert wird das Projekt teilweise von der Pfarre sowie durch Spenden – aber auch die Diözese und die Gemeinde haben sich an den Umbauarbeiten finanziell beteiligt und unterstützen dies auch weiterhin. Eine Aufnahme von weiteren Familien von Seiten der Pfarre ist auch durchaus denkbar.

„Uns fehlt es derzeit am nötigen Platz, um noch eine Familie bei uns unterbringen zu können, zudem sind unsere Büroräumlichkeiten und ein Proberaum, der von einigen Vereinen genutzt wird im Pfarrhaus untergebracht, aber wenn der Flüchtlingsstrom anhält, könnte ich mir denken, dass wir eine Lösung für eine weitere Unterbringung finden – die Hilfsbereitschaft ist jedenfalls von allen Seiten gegeben“, so Rathmanner abschließend. Mehr Infos über das Engagement der Diözese finden Sie auf Seite 36.